Lokales

Tumulte in Wernau

Das vergangene Fußball-Wochenende sparte nicht mit Höhepunkten: In Wernau wurde die Bezirksligapartie gegen Dürnau abgebrochen, der AC Catania landete endlich wieder einen Heimsieg und bei der Partie TG Kirchheim gegen Beuren war viel Farbe im Spiel.

JÜRGEN FIND

Anzeige

KIRCHHEIM Der FC Frickenhausen kommt in der Verbandsliga Württemberg einfach nicht auf die Beine. Gegen Dorfmerkingen hagelte es beim 1:2 die neunte Saisonniederlage. FCF-Coach Klaus Fischer war entsprechend deprimiert: "Uns fehlt einfach das Rüstzeug, um gegen eine Mannschaft wie Dorfmerkingen bestehen zu können." Auf einen Nichtabstiegsplatz fehlen Frickenhausen nun schon zehn Punkte. Der Ausflug Verbandsliga scheint für den FCF wahrlich ein kurzes Erlebnis zu werden.

Ganz anders präsentiert sich der GSV Dürnau in der Bezirksliga. Souverän führt dieser die Tabelle an und trat am Wochenende beim vermeintlichen Underdog in Wernau an. Trau, schau wem: In der 88. Minute stand es noch 1:1, bis die Gastgeber die Nerven verloren. Nachdem Dürnaus Vidaim Kadrolli von Wernaus Hikmet Tokmak gefoult worden war, zeigte Schiedsrichter Thomas Baas aus Rutesheim dem Wernauer die rote Karte. Tumultartige Szenen waren die Folge. Schiedsrichter Baas sah sich plötzlich inmitten eines Wernauer Rudels und wurde angeblich angespuckt. Daraufhin brach er die Partie ab. Der Spielausgang wird nun am grünen Tisch entschieden.

Währenddessen schoss der von Claus Maier trainierte TSGV Großbettlingen den TSV Jesingen mit 5:0 ab. Wer deswegen an den Jesinger Kameradschaftsabend am Samstag dachte, wurde von Abteilungsleiter Steffen Mauz berichtigt: "Das hatte damit nichts zu tun. Wir sind zwischen der 45. und 60. Minute einfach eingebrochen und haben drei Tore kassiert." Ansonsten wollte der Jesinger Fußball-Boss die Partie schnellstmöglich vom Tisch wischen und hatte noch einen Spruch auf Lager: "Lieber einmal 0:5 verlieren als fünfmal 0:1."

Dagegen hatte der AC Catania am Sonntagabend allen Grund zum Feiern. Die Azzurri stellten Meisterschafts-Mitfavorit Oberlenningen mit 2:1 ein Bein und gaben die rote Laterne an Oberensingen ab. Catanias Spielleiter Pasquale Martinelli war danach sprachlos vor Glück. Die im Vorfeld der Partie von Coach Helmut Hartmann getroffene Aussage, der TSV Oberlenningen möge sich warm anziehen, hat also gefruchtet.

Auch in der Kreisliga B war am Wochenende einiges los. Der TSV Ohmden überrollte Schlusslicht TSV Owen mit 6:1 und kletterte damit auf Rang eins der Tabelle. Das Resümee von Owens Pressewart Harry Streicher war vernichtend: "Von denen war jeder Einzelne eine Klasse besser als unsere Jungs."

TG-Abteilungsleiter Wolfgang Kretzschmar war indes nicht gut auf Schiedsrichter Wilhelm Erz aus Westerheim zu sprechen. Dieser stellte TG-Spielertrainer Costa Giacobbe beim Stand von 2:2 gegen Beuren wegen einer angeblichen Schwalbe im Strafraum mit Gelb-Rot vom Platz. Kretzschmar: "Das war ein klarer Elfmeter." Kirchheim kassierte flugs das 2:3. Danach mussten noch ein Kirchheimer und ein Beurener Spieler jeweils per rotem Karton vom Feld, obwohl es sich laut Kretzschmar um eine faire Partie handelte: "Der Schiri war völlig überfordert."