Lokales

Über 70 alte Kartoffelsorten

BEUREN Zu einer nicht alltäglichen Kartoffelernte lädt das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren am Mittwoch, 1. September, von 12 bis 17 Uhr Kinder und Erwachsene ein. Auf dem Museumsacker wurden in dieser Saison wieder über 70 alte Kartoffelsorten als Beitrag zum Erhalt alter Kulturpflanzen angebaut. Um das traditionsreiche Pflanzgut zu bekommen, waren weit über die Landesgrenzen hinaus in ganz Deutschland Kontakte zu knüpfen.

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Zur Ernte sollten die freiwilligen Helferinnen und Helfer eine Hacke mitbringen. Wer die eigenhändig geernteten Kartoffeln gegen ein kleines Entgelt mit nach Hause nehmen möchte, sollte zusätzlich Korb oder Stofftasche mitbringen. Bei der Ernte werden auch gemeinsam auf dem Herdfeuer verschiedene Kartoffelrezepte wie beispielsweise Kartoffelpuffer und Kartoffelsuppe ausprobiert. Außerdem werden Kartoffeln in einem großen Kessel über dem Feuer gedämpft, die mit Salz und selbst gemachter Butter angeboten werden.


Die Kartoffel zog gegen Ende des 19. Jahrhunderts in die gesamte Landwirtschaft Deutschlands und die anderer europäischer Länder ein. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatte ihr Anbau derart an Bedeutung gewonnen, dass eine Missernte in großen Teilen Europas zu Hungersnöten geführt hätte. Heute ist die Kartoffel auf allen Kontinenten verbreitet, sie wird in 130 Ländern angebaut. Weltweit existieren 5 000 kultivierte Sorten. Hinter Weizen und Reis steht die Kartoffel in der Liste der am meisten produzierten Nahrungsmittel an dritter Stelle.