Lokales

Über heiliges und heilendes Wasser

BEUREN Das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren nimmt sich in der laufenden Saison des Themas Wasser und seiner Bedeutung für das ländliche Leben an. Als Begleitveranstaltung zu der Ausstellung "Wasser aqua H2O Wasser auf dem Dorf" gibt es am Sonntag, 8. Juli, um 11 Uhr den Vortrag "Heilige Wasser Heilende Wasser". Dr. Gustav Schöck, ehemaliger Leiter der Landesstelle für Volkskunde in Stuttgart, wird die engen Verbindungen zwischen heiligem und heilendem Wasser, zwischen Glaube und Brauch durch die Jahrhunderte hinweg bis in die heutige Zeit darstellen. Dabei entpuppt sich manches, was auf den ersten Blick als Aberglaube erscheinen mag, bei näherem Hinsehen als frühchristlicher theologischer Gedanke.

So alt wie das "Lebensmittel" ist auch das "Heilmittel" Wasser. Es wird zum einen in engerem Sinn medizinisch angewandt an vielen Orten gab und gibt es Quellen, denen heilende Kraft zugeschrieben wird. Beuren selbst besaß ein altes Bad und im benachbarten Erkenbrechtsweiler auf der Albhochfläche hielt man Beurener Brunnen für heilsam. Eine andere Form der medizinischen "Wasserheilkunde" machte der Wörishofer Pfarrer Sebastian Kneipp populär, der im Übrigen nicht der erste und einzige "Wasserdoktor" war.

Weil das Wasser in vielen alten Kulturen auch als "Sitz des Göttlichen" galt, besaß es eine übernatürlich wirkende "heilende Kraft". Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0 70 25/9 11 90-90.

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