Lokales

Übung am Hochhaus "Sibylle"

Die Kirchheimer Feuerwehr führte am Hochhaus "Sibylle" in der Kirchheimer Aichelbergstraße eine Übung durch. Dabei standen die Rettung von Personen mit der Drehleiter, die Menschenrettung durch die Einsatzkräfte über das Treppenhaus sowie die Nutzung der Wandhydranten in den obersten Stockwerken im Mittelpunkt.

KIRCHEIM Das höchste Gebäude in Kirchheim wurde 1969 durch die Kreisbaugenossenschaft errichtet und umfasst mit einer Höhe von 52 Metern 18 Stockwerke. 66 Wohnungen, teilweise auch Büros und Praxen, befinden sich im Hochhaus.

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"Das Ziel unserer Übung bestand darin, die Personenrettung über die Drehleiter durchzuführen und die Wandhydranten in den obersten Stockwerken auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen", erläuterten der stellvertretende Abteilungskommandant Peter Pawel und Hans-Peter Jüstel. Sie hatten die knapp zweistündige Übung ausgearbeitet. Grundsätzlich würde die Feuerwehr bei einer Notrufmeldung "Brand im Hochhaus" mit dem kompletten Löschzug, der aus einem Führungsfahrzeug, zwei Löschfahrzeugen (TroTLF 16, LF 16/12) und der Drehleiter (DLK 23/12) besteht, ausrücken. So sei gewährleistet, dass innerhalb kürzester Zeit mindestens 20 Einsatzkräfte vor Ort seien.

Bei der Übung wurde angenommen, dass das sechste Obergeschoss durch einen Brand in einer Wohnung verraucht wurde. Eine Person musste über die Drehleiter gerettet werden. Die Leiter der Kirchheimer Feuerwehr erreicht eine maximale Länge von 30 Meter, aufgrund der Ausladung ist meist nur eine Mindestrettungshöhe von 23 Metern möglich. Auf den Korb der Drehleiter kann eine Trage montiert werden, sodass auch ältere oder nicht gehfähige Menschen liegend aus einem hohen Gebäude gerettet werden können. Die Brandbekämpfung sowie die Rettung weiterer Personen erfolgten durch Einsatzkräfte, die unter Atemschutz ins Gebäude vorgingen.

Hilfreich ist, dass das Hochhaus über eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage verfügt, sodass das Treppengebäude im Falle einer Verrauchung zügig be- und entlüftet werden kann. Die Brandbekämpfung konnten die Feuerwehrleute über Wandhydranten, die sich in jedem zweiten Geschoss befinden, durchführen. Durch die Verwendung der so genannten "nassen Steigleitung" kann die Feuerwehr auf das aufwendige Verlegen einer Schlauchleitung vom Erdgeschoss bis zum Brandgeschoss verzichten. Da das Löschwasser somit unmittelbar vor oder im Brandgeschoss entnommen werden kann, ist eine schnelle Brandbekämpfung möglich. Die Funktionsüberprüfung bei der Übung hat gezeigt, dass auch die Wandhydranten in den obersten Stockwerken genügend Wasserdruck aufweisen und funktionsfähig sind.

Bei der Begehung des Gebäudes nach Übungsende betonte Peter Pawel die Wichtigkeit von Rauchmeldern in den einzelnen Wohnungen. Da die bei der Verbrennung entstehenden giftigen Gase im Schlaf nicht wahrgenommen werden können, empfiehlt die Feuerwehr die Installation von Rauchmeldern, die die Bewohner mittels akustischen Tons frühzeitig über einen Entstehungsbrand informieren.

as

INFOWeitere Informationen über die Funktionsweise von Rauchmeldern sowie über die Tätigkeit der Feuerwehr können auf deren Internetpräsenz unter http://www.feuerwehr-kirchheim.de abgerufen werden.