Lokales

Ulrich Deuschle Spitzenkandidat

Auf einer Mitgliederversammlung der Republikaner in der Gaststätte Panorama in Kirchheim wurde der 53-jährige Diplom-Volkswirt Ulrich Deuschle aus Notzingen einstimmig zum Landtagskandidaten der Partei gewählt. Andreas Bühler aus Kirchheim (30) agiert als Zweitkandidat und will sich für die von der Arbeitsplatzverlagerung bedrohten Arbeitnehmer und die jüngeren Bürger einsetzen.

KIRCHHEIM Ziel der Republikaner bei der Landtagswahl am 26. März 2006 ist der Wiedereinzug in den Landtag und die Vertretung der Interessen der einheimischen Bürger. Man werde es auch nicht zulassen, so Ulrich Deuschle, dass ohne ausreichende öffentliche Diskussion Abgeordnete sich in einer Zeit die Diäten erhöhten, in der zum Beispiel Rentner reale Einkommenseinbußen hinnehmen müssten.

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In ihrer neunjährigen Landtagstätigkeit hätte die REP-Landtagsfraktion immer auf eine öffentliche Debatte gedrängt und Geheimabsprachen über Diäten- und Zulagenerhöhungen abgelehnt. Ins Visier nehmen werden die Republikaner auch die Verfilzung von Staat und Großparteien. So sei es zum Beispiel nicht akzeptabel, dass bei halbstaatlichen Organisationen wie Toto-Lotto oder der Rothausbrauerei die Geschäftsführung nicht mit Fachleuten sondern mit ehemaligen CDU-Ministern besetzt worden wäre.

Bei der Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit seien sowohl rot/grün als auch die CDU gescheitert. Beide Gruppierungen hätten sowohl die Einführung des Euros als auch die EU-Osterweiterung mit den schlimmen Folgen für die einheimischen Arbeitsplätze gewollt. Die Verlagerung von Produktionsstandorten nach Osteuropa und das Hereinlassen von Billigarbeitskräften sei logische Folge der EU-Osterweiterung und diene dazu, den ortsansässigen Mittelstand unter Druck zu setzen und die Einkommensverhältnisse der Arbeiterschaft zu senken. Dann brauche sich aber niemand zu wundern, wenn vielen Menschen am zwanzigsten des Monats das Geld ausgehe und die Wirtschaft wegen zu geringer Binnennachfrage nicht aus der Krise herauskomme.

Im kulturpolitischen Bereich wolle die Partei sich entschieden gegen die von der CDU-Spitze geplante Einführung eines islamischen Religionsunterrichts an den Schulen wenden. Dahinter stecke die große Illusion, dass es einen aufgeklärten, "europäischen" Islam geben könne, der zur hiesigen Lebensart passe. Den Missbrauch der deutschen Staatsbürgerschaft durch eingebürgerte Türken, die in der Zwischenzeit wieder ihre ehemalige angenommen haben, wird die Partei nicht hinnehmen. Man werde sowohl den Landes- als auch die zuständigen Kreiswahlleiter ansprechen.

Der jahrelange Hick-hack um die S-Bahn nach Kirchheim muss nach Ansicht der Republikander beendet werden. Die Mobilität der Menschen in der Raumschaft Kirchheim darf nicht durch die Mittelkürzungen von rot/grün in Berlin und schwarz/gelb in Stuttgart weiter behindert werden. Die Republikaner bedauern, dass die geplante Teckbahn nach Oberlenningen "abgehängt" worden ist und die Menschen im Lenninger Tal zwar bei der S-Bahn mitzahlen dürfen, dafür aber nicht die entsprechende Verkehrsleistung bekommen. Die Republikaner setzen sich auch dafür ein, dass die Städte und Gemeinden der Raumschaft Kirchheim bei der Landesmesse auf den Fildern nicht nur über die regionale Messeumlage Zahler sind, sondern dass der Wirtschaftsraum Kirchheim daraus auch Nutzen ziehen kann.

ud