Lokales

Umstrittenes Thema

Auf reges Interesse stieß die Veranstaltung der Erwerbslosenberatung im Kirchheimer Bürgerbüro zum Thema "Ein-Euro-Jobs".

KIRCHHEIM Die Leiterin der Kirchheimer Agentur für Arbeit, Irene Krissler, informierte ihre Zuhörer, darunter viele Erwerbslose, ausführlich über die "Beschäftigung im Rahmen des Mehraufwandes", wie die Ein-Euro-Jobs in der Fachsprache des Sozialrechts heißen.

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Der Begriff sei missverständlich, weil es sich in Wirklichkeit nicht um einen Euro pro Stunde handele, sondern um 1,50 Euro. Und auch dies sei nur die halbe Wahrheit, denn die Arbeitslosen seien durch das Arbeitslosengeld II normal sozialversichert und bekämen auch Geld für die Unterkunft. Der Arbeitgeber zahle bei Bedarf Fahrtkosten und Kleidung.

Zweck der Maßnahme sei es, vor allem Langzeitarbeitslose wieder an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen. Inzwischen gäbe es im Landkreis Esslingen über 250 Beschäftigungsmöglichkeiten im caritativ-sozialen und kommunalen Bereich, aber auch bei Vereinen. Momentan seien rund 170 dieser Beschäftigungen im Rahmen des Mehraufwandes besetzt.

Nach einer lebhaften Fragerunde, bei der auch die Ängste der Erwerblosen angesprochen wurden und Irene Krissler Rede und Antwort stand, lud die Erwerbslosenberatung die Teilnehmer der Veranstaltung zu einem gemeinsamen Vesper ein, das von der Firma Teck-Plan spendiert wurde.

Wie Peter Jasper von der Erwerbslosenberatung im Bürgerbüro mitteilte, überlege die Beratungsstelle im Vogthaus bei Bedarf von Zeit zu Zeit ähnliche Treffs für Erwerbslose in Kirchheim zu veranstalten. Dabei seien sie aber auf ein Feedback der Betroffenen angewiesen.

tb