Lokales

". . . und es kamen Menschen"

Vor 50 Jahren kamen die ersten "Gastarbeiter" nach Kirchheim. Aus diesem Anlass eröffnet am Samstag, 12. November, im Kirchheimer Rathaus eine Ausstellung unter dem Titel ". . . und es kamen Menschen". Außerdem gibt es ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, Diskussionen und einem Tag, bei dem Moscheen und Kulturvereine ihre Türen öffnen.

KIRCHHEIM Als vor 50 Jahren die ersten "Gastarbeiter" nach Kirchheim kamen, brachten sie nicht nur Arbeitswillen und Tatkraft mit, sondern auch fremde Kulturen, Gebräuche und Lebensgewohnheiten. Seither ist Integration zu einer dauerhaften Aufgabe geworden. Die Ausstellung ". . . und es kamen Menschen" möchte ein Zeichen setzen und zeigen, welch wertvollen Beitrag die ausländischen Mitbürger in den vergangenen Jahrzehnten für die Stadt geleistet haben und welche Bereicherung die kulturelle Vielfalt für die Gesellschaft darstellt. Ausstellung und Begleitprogramm werden organisiert vom Amt für Familie und Soziales der Stadt Kirchheim in Kooperation mit dem Vorbereitungsteam des Integrationsausschusses und Migrantenvereinen.

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Am Samstag, 12. November, eröffnet Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker im Foyer des Kirchheimer Rathauses um 11 Uhr die Ausstellung. Erdogan Budak vom Integrationsausschuss spricht ein Grußwort. Anschließend gibt es Gelegenheit zu Gesprächen und einem multikulturellen Imbiss. Die Ausstellung ". . . und es kamen Menschen" ist bis zum 9. Dezember geöffnet.

Um 13 Uhr beginnen im Großen Sitzungssaal des Rathauses unter dem Motto "Gemeinsam für den Frieden" Gebete und Deklarationen der verschiedenen Religionen. Bei einem Tag der offenen Tür zwischen 14 und 17 Uhr laden folgende Vereine und Moscheen alle Interessierten ein: Der Türkisch-Islamische Kulturverein in der Lohmühlgasse 16, die Alevitische Gemeinde in der Widerholtstraße 5, die Islamische Union in der Villastraße 8, das Centro Italiano in der Zementstraße 14, der Club Sloga, Heimenwiesen 1, und die Italienische Mission in der Schlierbacher Straße 18.

Am Freitag, 18. November, spricht Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll, Ausländerbeauftragter des Landes Banden-Württemberg, um 19 Uhr im Alten Gemeindehaus, Alleenstraße 116, zum Thema: "Integration in den letzten fünf Jahrzehnten wo stehen wir heute?" Nach einem Grußwort von Erol Keskin vom Integrationsausschuss moderiert Willi Kamphausen, ebenfalls Mitglied des Integrationsausschusses, eine öffentliche Gesprächsrunde mit Arbeitgebern und ausländischen Arbeitnehmern der Anfangsjahre unter dem Titel "So war es damals gemeinsamer Aufbruch in eine neue Zeit".

Einen griechisch-orthodoxen Gottesdienst können Interessierte am Sonntag, 20. November, von 8.30 bis 11 Uhr in der Kapelle am Alten Friedhof in der Hertfeldstraße besuchen. Die Besucher haben die Möglichkeit, während des laufenden Gottesdienstes zu kommen und zu gehen.

"Integration watt'n dat?!" lautet der Titel einer Podiumsdiskussion, zu der die Kirchheimer Linde in die Alleenstraße 90 einlädt. Einlass ist um 19.30 Uhr, nach der Diskussion feiern Jung und Alt egal mit welchem Pass gemeinsam bei einer Multikulti-Integrations-Party.

Am Sonntag, 4. Dezember, lädt die Stadt Kirchheim alle Bürger, die sich in der Integrationsarbeit engagieren, ein. Unter dem Motto "Wir feiern miteinander" treffen sich anlässlich des Tags des Ehrenamts Engagierte aller Kulturen aus Kirchheim.

tb