Lokales

"Unsägliche Qualen"

Am 1. Juli ist Aktionstag gegen Tiertransporte. Aus diesem Anlass fordert der Tierschutzverein Kirchheim auf, die Missstände bei den Tiertransporten zu beenden.

KIRCHHEIM Misshandlungen beim Verladen, qualvolle Enge in den Transportern, drückende Hitze, quälender Durst und unerträgliche Schmerzen aufgrund von Verletzungen. So sieht die Realität bei Transporten lebender Tiere in Europa immer noch aus. An die Leiden der Tiere, die oftmals über Tausende von Kilometern zu den Schlachthöfen transportiert werden, erinnert der 1. Juli, Aktionstag gegen Tiertransporte.

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Zu diesem Anlass fordert der Tierschutzverein Kirchheim, dass diese grauenhaften Zustände beendet werden. Gemeinsam mit seinem Dachverband Deutscher Tierschutzbund hat der Tierschutzverein Kirchheim bereits Erfolge erzielt: So sind seit Anfang dieses Jahres die Subventionen für Lebendtiertransporte in so genannte EU-Drittländer gestrichen worden. Trotzdem werden immer noch über 360 Millionen Tiere über Europas und Deutschlands Straßen hin und her gekarrt.

Zu den Forderungen der Tierfreunde gehört eine zeitliche Begrenzung der Transporte sowie eine bessere Ausstattung der Transportfahrzeuge. Wichtig sei es auch, dass die Fahrer eine entsprechende Ausbildung besitzen, damit sie den Tieren helfen können. Selbstverständlich sollte es sein, dass den Tieren Wasser zur Verfügung steht und dass die Transportbedingungen regelmäßig kontrolliert werden.

Da der Transport für die Tiere in jedem Fall mit erheblichen Leiden und Schmerzen verbunden ist, müsste darauf so weit wie möglich verzichtet werden. Die Tiere sollten stattdessen auf dem nächstgelegenen Schlachthof getötet werden. "Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, Tieren diesen Strapazen auszusetzen", sagt Blessing.

ina