Lokales

Unsere Leserbriefspalte wurde eingerichtet, um ...

Unsere Leserbriefspalte wurde eingerichtet, um sachliche Lesermeinungen zu Veröffentlichungen in unserer Zeitung zu Wort kommen zu lassen. Die von der Redaktion festgesetzte Obergrenze für den Umfang eines Leserbriefs beträgt sechzig Druckzeilen.

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Eine sehr gute Idee

Zum Artikel "Rampen erleichtern das Einkaufen", im Teckboten vom 26. März:

Die Idee der mobilen Rampen finde ich gut. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Geschäftsinhaber nicht gern für jeden behinderten Kunden die Rampe hinlegen und wieder wegnehmen werden, um sie nicht zum Stolperstein werden zu lassen. Da es auch schwer sehbehinderte Menschen gibt, wäre es vielleicht sinnvoll, die Rampen mit rot-weißen Streifen zu versehen, denn, wie auf dem Foto zu sehen war, würden sich Straße und Rampe zu einem Einheitsgrau vermischen.

Für diese Behindertengruppe ist es so schon schwierig genug Reklameschildern, Plastiktieren, Bekleidungsständern und so weiter auszuweichen. Man könnte sagen, sie haben die Möglichkeit in der Straßenmitte zu laufen, aber weit gefehlt, denn diese Möglichkeit nutzen die Radfahrer, die dort nichts zu suchen haben, weidlich aus wie mir scheint, mit stiller Duldung der Stadtverwaltung. Es wäre sinnvoll, auch diese Gruppe der Schwerbehinderten in die Überlegungen um Abhilfe mit einzubeziehen. Margot Neitzel Kirchheim, Armbruststraße

Park-Träumereien

Zum Leserbrief "Ich habe einen Traum", im Teckboten vom 26. März:

Herr Kreyscher hat mit seinem Leserbrief vom Ostersamstag einen traumhaften Vorschlag gemacht: den Alleenring ohne großen Aufwand zur Einbahnstraße umfunktionieren und auf der frei werdenden Fahrspur Parkplätze einrichten. Schon wäre das Parkplatzproblem verursacht durch den derzeitigen Wegfall der Parkplätze des Parkhauses "Schweinemarkt" gelöst.

Nach meinen Beobachtungen besteht in Kirchheim kein echtes Parkproblem. Die angebotenen Ersatz-Parkplätze sind lediglich zu weit vom Stadtzentrum entfernt. Eine große Anzahl der Autofahrer ist offensichtlich nicht bereit, etwa fünf bis acht Minuten vom Parkplatz Ziegelwasen bis zur Stadtmitte zu gehen. Und so wird eben "wild" im Parkverbot geparkt, das auch in der verkehrsberuhigten Zone (blaues Schild "Spielstraße") besteht.

Das absolute Halteverbot (zum Beispiel in der Turmstraße und in der Teckstraße) wird einfach ignoriert, ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer oder Anlieger.

An die Zufahrt für Rettungsdienste (Feuerwehr und Notarzt) denkt offensichtlich sowieso keiner und "i park bloß gschwend" wird als Rechtfertigung angeführt. Andererseits hat Herr Kahle als Kandidat im letzten OB-Wahlkampf bereits den Vorschlag gemacht, den Alleenring zur Einbahnstraße umzubauen. Und darin besteht wohl das Problem seitens der Stadtverwaltung und des Stadtrats, den neuerlichen Vorschlag "Einbahnstraße Alleenring" rasch umzusetzen.

Mit diesem Leserbrief appelliere ich an die Autofahrer: bitte benutzen Sie nur "legale" Parkplätze. Und an die Stadtverwaltung: kommen Sie mit den Parkplätzen den Wünschen der Autofahrer im wahrsten Sinne des Wortes entgegen. Ich hatte auch einen Traum: vielleicht könnten wir dann am Alleenring ohne Ampeln auskommen.

Eberhard Fingerle

Kirchheim, Sophienstraße

Verantwortungfür alle Stadtteile

Leserbrief zur Diskussion um die Eduard-Mörike-Halle in Ötlingen:

In der Gemeinderatssitzung am 16. März wurde die Verwaltung beauftragt, für die Ötlinger Eduard-Mörike-Halle neben einer Renovierung auch einen Verkauf, eine Verpachtung oder gar ein Verschenken zu prüfen. Als Kirchheimer Bürger kann man darüber eigentlich nur den Kopf schütteln, ist doch die Halle eine der am meist frequentierten Hallen im Stadtgebiet und wird von vielen Vereinen aus mehreren Stadtteilen genützt.

Nachdem die Halle 43 Jahre lang nicht grundlegend renoviert wurde, ist natürlich heute eine Renovierung beziehungsweise eine Modernisierung notwendig. Vorplanungen hierfür wurden bereits erbracht, was die Stadt Kirchheim rund 75 000 Euro kostete. Die Begründung, es sei nun kein Geld mehr für die Renovierung der Halle vorhanden, stimmt so nicht. Für weniger dringliche Projekte in der Innenstadt stehen genügend Mittel zur Verfügung. Es müsste nur ein Bruchteil hiervon einmalig in die Sanierung der Halle umgeleitet werden. Wo ein (politischer) Wille ist, ist auch ein Weg.

Sehr verwunderlich ist daher das Verhalten des Ötlinger CDU-Ortschaftsrates Steffen Opferkuch, der bereits vor Erteilung des Prüfauftrags versuchte, die Schuld für ein eventuelles Verschenken, Verpachten oder einen Verkauf der Halle der ÖBI-Fraktion in die Schuhe zu schieben und den Prüfauftrag vorab zu rechtfertigen. Damit handelte er gegen die Interessen der meisten Bürger, denn für solche parteiideologische Spielchen hat die Mehrzahl der Bürger kein Verständnis mehr.

Bleibt trotzdem zu hoffen, dass der Gemeinderat sich seiner Verantwortung für alle Stadtteile bewusst wird und sich für eine Renovierung der Eduard-Mörike-Halle in Ötlingen entscheidet. Dies wäre ein positives Zeichen für ganz Kirchheim und für Ötlingen im Besonderen.

Margarethe und Frank Schwartz Kirchheim, Auf dem Berg

Schöne Einkaufsstadt?

Wenn man sich in Kirchheim umsieht, kommt man schon ins Grübeln. Aber es gibt sicher Gründe, warum das so aussieht: Bitte im Nachstehenden ankreuzen, was zutrifft:

1. Die Stadt hat kein Geld. 2. Die Geschäftsleute haben kein Interesse. 3. Stiefmütterchen und Primeln sind hier unbekannt. 4. Es gibt niemand, der die Pflanzen gießen würde. 5. Es würde sowieso alles gleich wieder kaputt gemacht. 6. Das Grünflächenamt ist personell unterbesetzt. 7. Die Tröge an sich sind schön genug. 8. Blumen und Pflanzen lenken nur vom Einkaufen ab. 9. Die Erde in den Trögen verträgt keine neuen Pflanzen. 10. Alles Pflanzbare ist von Nürtingen aufgekauft und dort gepflanzt worden.

Diese zehn Gründe sollten erstmal reichen, um einem neugierigen Bürger plausibel zu machen, warum hier nicht geht, was woanders machbar ist. Falls Grund 1 angekreuzt würde, dann wäre das mehr als fantasielos andere haben auch nicht mehr Geld. Grund 7 wäre allerdings vertretbar.

Udo Irschik

Dettingen, Gutenberger Straße