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Unsere Leserbriefspalte wurde eingerichtet, um sachliche Lesermeinungen zu Veröffentlichungen in unserer Zeitung zu Wort kommen zu lassen. Die von der Redaktion festgesetzte Obergrenze für den Umfang eines Leserbriefs beträgt sechzig Druckzeilen.

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Jammern ist fehl am PlatzDass die Tiefgarage Schweinemarkt nicht mehr im Zeitsoll liegt, ist in der Zwischenzeit weithin bekannt. Die Stadt hat es leider nicht geschafft, den Gemeinderat, die betroffenen Unternehmer und die Kirchheimer Bürger über die veränderte Lage zeitnah zu informieren. Im letzten Jahr wurde die Initiative der Stadtverwaltung (auch auf Drängen der Beteiligten) deutlich gesteigert.

Doch auch die Unternehmer kann man nicht von ihrer Verantwortung frei sprechen. Erst im Zuge der Gewinneinbußen kam man ins Grübeln. Hat es da nicht auch an Weitsicht seitens der Unternehmer gefehlt? Seit geraumer Zeit hat sich das Schweinemarkt-Karee zusammengeschlossen und packt gemeinsam an, wie etwa mit dem anstehenden Midnightshopping. Es wurde Zeit, denn die Baustelle verschwindet nicht mit dem Bereitstellen der Tiefgaragenparkplätze, sondern die Hochbauarbeiten ziehen sich voraussichtlich noch bis ins Jahr 2007 hin.

Was lernen wir daraus? Ärmel hoch und miteinander die Ausnahmezeit der Baustelle nutzen. Unternehmer, Organisationen, Gemeinderat und Stadtverwaltung müssen in enger Zusammenarbeit die Stadt attraktiv halten, Aktionen planen und positiv auf die Menschen zugehen.

Jammern anscheinend zum deutschen Nationalsport geworden ist hier fehl am Platz. Davon abgesehen wird dies bestimmt nicht die letzte Baustelle sein. In der Hoffnung, dass man die nächsten Großprojekte mit Weitsicht angeht, wünsche ich uns einen attraktiv gestalteten Herbst und Winter. Gerd Mogler Kirchheim, Alemannenstraße

Gedanken zum Wahlk(r)ampfUm es mit den Worten Churchills gleich vorweg zu sagen: Demokratie ist die schlechteste Regierungsform aber wir kennen keine bessere! Ich wage zu behaupten, dass die meisten Wähler ich zähle mich übrigens auch dazu nicht wirklich in der Lage sind, beurteilen zu können, welche Partei derzeit tatsächlich ein ehrliches Konzept hat und beispielsweise ein wirkungsvolles Programm gegen Arbeitslosigkeit. Im Grunde wäre ein klar definiertes und fixiertes Ziel jeder Partei die ideale Basis für klare Meinungsbildung.

Jetzt aber haben die teuersten Werbeagenturen wieder einmal Hochkonjunktur und die Aufgabe, Ideen zu entwickeln, mit dem Ziel: Wählerstimmen um jeden Preis. Dass das Ergebnis mit der Realität wenig gemeinsam hat, ist erfahrungsgemäß logisch. Wer mit Werbung nichts zu tun hat, kann sich gar nicht vorstellen, welcher Aufwand allein betrieben wird, um das Outfit der Kandidaten so zu stylen, dass bei der breiten Masse Sympathien geweckt werden.

Man sollte es nicht glauben, aber die Philosophie funktioniert: Wenn man in diesen Tagen die laufenden Veränderungen bei Meinungsumfragen aufmerksam verfolgt, ist unschwer zu erkennen, wie leicht beeinflussbar das Volk ist. Und diese Tatsache bestätigt den verantwortlichen Akteuren, dass die Millionen Euro, die wieder einmal für den Wahlkampf ausgegeben werden, nicht für die Katz sind.

Wir Wähler wären gut beraten, wenn wir uns nicht von vollmundigen Versprechungen und schönen Gesichtern manipulieren ließen. Fakten zählen. Um eine Situation richtig einschätzen zu können, gibt es neben positiver und negativer Einstellung auch noch die Realität und die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken.

Wilfried Kälberer Notzingen, Herdfeldstraße

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.