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Unsere Leserbriefspalte wurde eingerichtet, um sachliche Lesermeinungen zu Veröffentlichungen in unserer Zeitung zu Wort kommen zu lassen. Die von der Redaktion festgesetzte Obergrenze für den Umfang eines Leserbriefs beträgt sechzig Druckzeilen.

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Alle haben gewonnen

Zum Artikel "Dank Bürgerengagement nun doch Ganztagesschule", im Teckboten vom 29. September:

Nun ist die Ganztagesschule in Lenningen doch noch ins Ziel gekommen. Im zweiten Anlauf hat sie alle Hürden souverän genommen. Es war ein spannendes, zum Teil nervenaufreibendes Rennen zwischen Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft gegen die Zeit.

Große Erleichterung machte sich am Dienstagabend breit. Was bleibt, ist die Frage, warum musste es zum zweiten Anlauf kommen? Die Antwort findet sich im Rückblick auf das, was daraus erwachsen ist:

Unzureichende Information zwischen Verwaltung und Gemeinderat beziehungsweise umgekehrt. Erst mit einer zusätzlichen Informationsveranstaltung für die Gemeinderäte konnten Unklarheiten und Missverständnisse ausgeräumt werden.

Fehlender Austausch zwischen Gemeinderat und Bürgern: Erst durch viele Gespräche mit engagierten Bürgern nach der ersten Ablehnung wurde manchen Gemeinderäten (= Bürgervertretern) der Bürgerwille deutlich beziehungsweise gingen manche Bürger erstmals mit einem Anliegen auf einen Gemeinderat zu.

Unzureichende Sensibilisierung der Bürgerschaft für das Thema im Vorfeld: Erst durch die Unterschriftenaktion wurde die Ganztagesschule in der Bürgerschaft intensiver thematisiert.

So wurde durch eine fatale Entscheidung einer vom "Alltagstrott" geprägten Kommunalpolitik der Startschuss gegeben für ein lebendiges, von Kommunikation geprägtes Miteinander von Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft. Bleibt zu wünschen, dass dieser Zustand anhält . . . Fazit: Es gab nur Gewinner bei diesem Rennen.

Claudia Baumann Lenningen, Meisenweg

Das wird dem Einsatzder Helfer nicht gerecht

Zum Leserbrief "Schwieriger Wahlgang", im Teckboten vom 29. September:

Ich freue mich, dass auch die Bürgerin aus Brucken mit Wahlschein in Kirchheim ihre Stimme abgeben konnte. Dass eine Wählerin, die Briefwahl beantragt hat, mit Wahlschein im einem beliebigen Wahllokal im Wahlkreis wählen möchte, kommt nicht alle Jahre vor. Den Wahlbrief in eine Kirchheimer Urne einwerfen zu wollen, war aber wirklich nicht zulässig, die Wahlhelfer haben richtig gehandelt.

Den ehrenamtlichen Wahlhelfern, solle man zugestehen, dass sie die Möglichkeit der Stimmabgabe prüfen, zumal sie dann noch eine zulässige Lösung (ohne Wahlbrief) für die Bürgerin aus Brucken gefunden haben. Wahlhelfer sind keine Rechtsprofis, sondern Durchschnittsbürger, die bereit sind, in ihrer Freizeit für den Wähler dazusein. Sie sind so knapp, dass auch Bürger aus anderen Kreisgemeinden und sogar aus Stuttgart in Kirchheimer Wahllokalen am sonnigen Sonntag für etwas Taschengeld und wenig Anerkennung eingesetzt wurden.

Anstatt den Helfern zu danken, freut sich aber der spezielle Wähler und schreibt von einer Niederlage, die den Wahlhelfern zugefügt wurde, er unterstellt, dass andere Wähler wahl- und ziellos gegangen seien. Diese Unterstellung wird den vielen ehrenamtlichen Helfern nicht gerecht.

Bernfried Jocham

Nürtingen, Im Vogelsang