Lokales

Unsere Leserbriefspalte wurde eingerichtet, um ...

Unsere Leserbriefspalte wurde eingerichtet, um sachliche Lesermeinungen zu Veröffentlichungen in unserer Zeitung zu Wort kommen zu lassen. Die von der Redaktion festgesetzte Obergrenze für den Umfang eines Leserbriefs beträgt sechzig Druckzeilen.

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Hut ab vor soviel Solidarität

Zu den festgestellten Mängeln an der Sporthalle Stadtmitte und den sofort eingeleiteten Maßnahmen zur Linderung der akut entstandenen Raumnot:

Hut ab, wie die Vereine in Kirchheim und den Ortsteilen die missliche Trainingssituation nach dem Wasserschaden in der Sporthalle Stadtmitte mit großer Solidarität gelöst haben. Unbürokratisch und schnell haben sie so vielen betroffenen Sportlern meine beiden Kinder spielen auch Basketball eine große Freude bereitet.

Schön dass es so viel Gemeinschaftssinn gibt. Danke.

Thomas Auerbach

Jesingen, Theodor-Körner-Straße

Die gesamte Denkemuss sich ändern

Zum Artikel "Hartz IV schlägt voll auf die Statistik durch", im Teckboten vom 1. Februar:

Schon erschreckend, die Zahlen die da präsentiert werden. Die Betrachtung der Arbeitslosensituation geschieht meiner Meinung nach immer aus nahezu demselben Blickwinkel. Ändern wir den doch mal: In Deutschland sind gerade mal 10,8 Prozent der arbeitenden Bevölkerung selbstständig, als Arbeitgeber. Die anderen 89,2 Prozent sind Arbeiter und Angestellte, also Arbeitnehmer.

Nun meine Frage: wie sollen immer mehr Menschen Arbeit nehmen können, wenn immer weniger Menschen Arbeit geben? Kapiert jeder? Nein gar nicht. In deutschen Schulen lernt jeder Schüler wie man eine Bewerbung schreibt in amerikanischen Schulen lernt jeder Schüler wie man einen Businessplan schreibt. Die gesamte Denke muss sich ändern. Und Sicherheit wie früher gibt es nicht mehr, Flexibilität ist gefragt.

Seit zwei Jahren bin ich erfolgreich selbstständig und suche laufend neue Mitarbeiter. Bei den Bewerbungsgesprächen erlebe ich immer wieder, wie festgefahren viele Menschen sind, an Altbekanntem klammern. Meine These: Freie Arbeitsplätze gibt es viele, nur annehmen muss man sie.

Reinhard Müller

Wendlingen, Kirchheimer Straße

Ein Bärendienst für die CDU

Zum Leserbrief "Denn ist der Ruf erst ruiniert . . .", im Teckboten vom 2. Februar:

Gunther Zizelmann inhaltlich auf seinen Leserbrief zu antworten, fällt schwer. Denn er scheint die Inhalte liberaler Politik in Baden-Württemberg gar nicht zu kennen oder kennen zu wollen. Vielmehr weidet er sich an seinen Vorurteilen und kommt zu dem Schluss, dass sich die CDU fragen sollte, ob die FDP im Land der richtige Regierungspartner für sie sei.

Nach zehn Jahren CDU-FDP-Regierung steht unser Land in vielen Politikfeldern führend da. Wer sicher gehen möchte, dass diese erfolgreiche Regierung fortbesteht, der liest die Parteiprogramme, schaut sich die Kandidaten an, hört auf die Wahlaussagen und wählt diesmal überzeugt die FDP. Trotz aller politischer Gegensätze zwischen CDU und FDP, die sich aber auf einem anderen Niveau abspielen, als dem von Herrn Zizelmann eingebrachten, ist aus meiner Sicht diese Regierung ein Erfolgsgarant für unser Land.

Eine Stimme für die CDU kann in berliner, bayerischen oder schwarz-grünen Verhältnissen enden. Die Gefahr, dass die FDP nach der Wahl am 26. März das Land alleine ohne CDU regieren muss, halte ich hingegen für überschaubar.

Frank Schweizer

FDP-Landtagskandidat

Kirchheim, Weileräcker

Manche sind haltdoch gleicher . . .

Zum Artikel "Auch nach Renners Rücktritt geht die Diskussion weiter Grüne tadeln Einmischung der Kirche in die Politik", im Teckboten vom 1. Februar:

Wenn ein Politiker keine Argumente mehr hat und deshalb verbal so "unter der Gürtellinie" zurückschlägt, wie Ex-Minister Renner, dann sollte er zumindest wenn er einer Partei wie der CDU angehört unmittelbar danach zurücktreten. Dass der Rücktritt erst nach monatelangem Schweigen erfolgte, wirft kein gutes Licht auf die Beteiligten.

Komisch ist allerdings, dass sich laut Teckbote die Grünen nun in dieser Sache über die vermeintliche Einmischung der Kirche in die Politik beschweren, während sie kurz zuvor im Falle des Einbürgerungs-Fragebogens die Kirchen noch vehement zu einer Stellungnahme aufgefordert hatten. Sollen wohl künftig die Bischöfe erst die Grünen fragen, ob sie zur Politik etwas sagen dürfen oder nicht. Selbstredend kann man so einen Maulkorb nur den christlichen Kirchen umbinden, denn die muslimischen Verbände würden sich dies bekanntlich auf das Schärfste verbitten und darauf muss man schließlich Rücksicht nehmen.

Dass manche im linken Lager nicht nur hier widersprüchlich agieren, zeigt zum Beispiel auch deren Forderung auf Einführung des Islamunterrichts an unseren Schulen, während sie sich zuvor jahrzehntelang die Abschaffung des christlichen Religionsunterrichts auf ihre Fahnen geschrieben hatten. Manche sind halt doch gleicher. Wichtig ist nur: "Wess' Stimm' ich krieg, dess' Lied ich sing' . . ."

Walter Holder

Neidlingen, Schlossstraße

Mistbarriere aufder Langlaufloipe

Am Freitagvormittag war ich, wie in den vergangenen Tagen und Wochen, mit meinen Skiern auf der Pfulb-Loipe in Schopfloch unterwegs.

Schon von weitem roch es im Hasental nach Schweinemist. Beim Näherkommen sah ich einen Bauern mit seinem Traktor (Autonummer bekannt) und angehängtem Mistwagen Mist verteilen. Er brachte den Mist quer zur Loipe in mehreren Fuhren von Waldrand zu Waldrand aus, sodass längs der Loipe eine Mistbarriere von mehr als 100 Metern aufgebracht war.

Es blieb mir und anderen Skifahrern nichts anderes übrig, als direkt am Waldrand auf den Traktorspuren den "ganzen Mist" zu umfahren. Warum hat der Bauer die Loipen beim Mistausbringen nicht ausgespart? Das hätte nur eines Handgriffs am Traktor bedurft.

Ich appelliere an die Verantwortlichen, den guten Ruf unseres Albdorfes Schopfloch nicht mit solchen Dingen kaputt zu machen. Die Loipen werden von ehrenamtlichen Personen mit viel Aufwand für die Erholung der Allgemeinheit gespurt.

Ich bitte in Zukunft im Interesse aller, um eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Bauern einerseits und der Gemeindeverwaltung und den Verantwortlichen der Loipenspurgeräte andererseits.

Walter Schmauder

Kirchheim, Max-Reger-Weg

Wer fragt uns?

Zum Streit um das G8:

Ich gehe in die Klasse 5c des Ludwig-Uhland-Gymnasiums in Kirchheim. Von wegen zu viele Hausaufgaben. Ich brauche im Durchschnitt höchstens eine Stunde und vom Stoff ist es auch nicht zu viel. Ich habe 31 Unterrichtstunden je Woche, davon einmal am Nachmittag zwei Stunden. Angst und Bauchschmerzen bekomme ich allerhöchstens davon, wie manche Politiker über das G8 reden.

Die Schulleitung und die Lehrer sind super und immer nett und freundlich. Mir macht es Spaß und ich gehe gerne an diese Schule. Für Sport und Hobbys bleibt mir noch viel Zeit.

Julian Auerbach

11 Jahre, Schüler in der Klasse 5 c

des Ludwig-Uhland-Gymnasiums,

Jesingen, Theodor-Körner-Straße

VerhindertesGrillvergnügen

Wir hatten in unserem Gartenbau-Unterricht eine tolle Idee, nämlich das Erlernte zum Thema "Warum und wie schneidet man Bäume" in die Praxis umzusetzen. Und es sollte noch einem guten Zweck dienen. Ein Betätigungsfeld war schnell gefunden und mit Lehrern und den Sonnensee-Verantwortlichen ausgemacht. Die wild wuchernden Weiden am Sonnensee in der Nähe des Kirchheimer Schafhofs werden seit 21 Jahren im Winter geschnitten. Und so schritten wir zur Tat. Neunundzwanzig fleißige Schüler und unsere Lehrkräfte samt weiterer Begleiter. Jetzt haben die Weiden wieder eine schöne Form und können wachsen.

Nach dem Schneiden trugen wir die Äste und Zweige ordentlich zu einem Haufen zusammen. Arbeit macht hungrig und so nutzten wir den Asthaufen zum Grillfeuer für unsere mitgebrachten Würste. Das hat riesigen Spaß gemacht. Bis zu dem Zeitpunkt, da ein weit entfernt wohnender Anlieger sich durch Feuer und Rauch gestört fühlte und das Ordnungsamt auf den Plan rief.

Wir mussten unser Grillfeuer sofort löschen. Jetzt sind wir alle enttäuscht, weil unsere gute Idee auf einen Mitmenschen belästigend wirkte. Schade eigentlich.

Julia Karstens

12 Jahre, Schülerin

der 6. Klasse der Freien

Waldorfschule Kirchheim,

Notzingen, Notzinger Straße

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.