Lokales

Unterhaltsames Programm im Hof

Bei hochsommerlichen Temperaturen und optimalem Badewetter musste sich so manch passionierter Wanderer überwinden, die Wanderstiefel anzuziehen, um die Teck zu erklimmen. Trotzdem folgten viele Wanderfreunde der Einladung des Teck-Neuffen-Gaus, der zum Gauwandertag in Form einer Sternwanderung auf die Burg eingeladen hatte.

OWEN Die ersten Besucher kamen bereits am Vormittag, war doch "Kirche im Grünen" angesagt. Lektor Dietmar Brendel hielt den Gottesdienst, der von dem Posaunenchor Owen umrahmt wurde. Anschließend war dann genügend Zeit, die kulinarischen Köstlichkeiten der Wirtsleute zu genießen.

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Der Teckhof füllte sich mit den Wanderern, die aus den umliegenden Ortsgruppen den Weg auf die Teck fanden. Gerhard Böhringer, der Vorsitzende des Teck-Neuffen-Gaus, begrüßte die zahlreichen Gäste und freute sich sichtlich, dass so viele trotz der Hitze gekommen waren. Nicht ohne Stolz wies er darauf hin, dass die Burg Teck, die im Besitz des Schwäbischen Albvereins ist, das Flaggschiff des Vereins sei.

Zum Auftakt des Unterhaltungsprogramms spielte die Neidlinger Gruppe "O'gwiß" auf. Mit Sackpfeife, Drehleiher, Gitarre, Krummhorn, Flöte und Gesang begeisterten die drei Musikanten ihre Zuhörer. "O'gwiß" war bei den drei Musikern Hans Georg Sigel, Katharina Sigel und Dietmar Brendel nur die Auswahl ihrer Lieder, nicht jedoch das künstlerische Talent.

Im Anschluss an diesen musikalischen Leckerbissen gab es etwas für das Auge. Die Volkstanzgruppe Neidlingen unter Leitung von Hans Georg Sigel zeigte verschiedene Tänze, unter anderem eine Schwäbische Mazurka und den Schlittschuhläufer, der allerdings auch keine Abkühlung brachte. Hans Georg Sigel bewies jedoch sein Können nicht nur als Sänger und Musiker, sondern auch durch die Erklärung und Herkunft der verschiedenen Volkstänze.

Nach der verdienten Pause für die Volkstänzer machten sich Hermann Mutzbauer und Renate Steegmaier von der Theatergruppe "Bissinger Kengala" auf die Reise. In ihrem Sketch "Schiller und Schaller" wurde dem Publikum anhand eines Dialogs zwischen den beiden Reisenden nach Weimar klar, dass Kommunikation nicht immer ganz einfach ist.

Nach einer weiteren Musikeinlage durch die Gruppe "O'gwiß" waren dann die schon ungeduldig wartenden kleineren Akteure dran. Die "Albfüchse", die Kindergruppe der Ortsgruppe Bissingen, gaben mit ihrem Stück "woiß mrs" eine höchst originelle Beschreibung des Albvereins ab. Diese Höchstleistung an schwäbischer Rhetorik kam unter der Leitung von Karin Rager zustande.

Während des gesamten Nachmittags konnten sich die Besucher der Teck am Infostand über den Schwäbischen Albverein informieren, die Jüngsten konnten ihre Künste an den Riesenseifenblasen ausüben und im Schatten bei einer leichten Brise konnte man das ein oder andere aufgeschobene Schwätzle mit seinen Wanderkameraden halten. Am Spätnachmittag verabschiedete sich die Neidlinger Volkstanzgruppe mit weiteren Tänzen und "O'gwiß" spielte nochmals gekonnt auf, sodass der Abschied von einem herrlichen Sommertag auf der Teck den Freunden des Schwäbischen Albvereins nicht leicht gefallen ist.

lp