Lokales

Unterhaltung mit Musik und Humor

Die Winterunterhaltung des Musikvereins Dettingen bildet jedes Jahr den Auftakt für das vielfältige kulturelle Leben der Schlossberggemeinde.

DETTINGEN In der winterlich dekorierten Halle begrüßten Wolfgang Müller und Annika Brodbeck zusammen mit der Jugendkapelle unter Leitung von Horst Kiedaisch die Gäste. Nach dem "Baby Elephant Walk" erschienen in "Fancy Classics" Stücke alter Meister in modern-rockigem Gewand. Die Jugendkapelle bestach in ihrem Vortrag durch guten Rhythmus und unbeschwertes Auftreten.

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Im Anschluss wurden verdiente Mitglieder des Vereins geehrt. Herbert Geißler, Gottlob Hummel und Fritz Kast sind seit dreißig Jahren, Margot Glas seit fünfzig Jahren Mitglied. Im Anschluss nahm der Vize-Präsident des Kreisverbandes Esslingen eine für ihn ganz neue Ehrung vor: der langjährige Wirtschaftsführer Gerhard Rühl wurde für sein Engagement mit der Erich-Gansenmüller-Medaille in Silber ausgezeichnet. Höhepunkt der Ehrungen war aber zweifellos die Verleihung der Fördermedaille in Gold an den langjährigen Vorsitzenden Gerhard Hiller. Sichtlich bewegt nahm er die Ehrung entgegen. Dann verkündete Wolfgang Müller sogar noch die schon seit einiger Zeit beschlossene Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Musikvereins Dettingen.

Die Stammkapelle unter Leitung von Willi Eberle eröffnete mit dem "Figaro-Marsch" ihr Konzert. Mit der "Fantastischen Ouvertüre" präsentierten sie einen blasmusikalischen Klassiker, der überaus gekonnt vorgetragen wurde. Den Reigen genialer Komponisten erweiterte ein Besuch bei Jacques Offenbach und ein Ausflug in die zeitgenössische Bläsermusik bei "Dakota". Die "Lustigen Brüder" Hans-Peter Geist und Horst Kiedaisch präsentierten die Solo-Polka im Stil der Blaskapelle Gloria.

Moderator Wolfgang Müller kündigte zum Schluss des Konzerts nach dem im Sommer aufgestellten Weltrekord der längsten Polka den kürzesten Marsch aller Zeiten an. Hinter "Marschkonfetti" verbarg sich eine humoristische Meisterleistung aller Spieler, die ihren Dirigenten zur Verzweiflung, das Publikum aber zum rasen brachten. Den Vogel schoss der Jäger aus Kurpfalz ab, der einen echten Dettinger Wolpertinger auf der Bühne erlegte.

Im Anschluss öffnete sich der Vorhang zum Theaterstück "Dronder ond drieber", bei der die Gruppe um Theaterleiter Willi Epple erneut zu Höchstform auflief. Die vielen Lacher unterstrichen, welch hohe Unterhaltungskultur der Musikverein Dettingen hier zu bieten hat. Alle Charaktere wurden geschliffen dargestellt, und das Chaos während des Kuraufenthaltes der Dame des Hauses wurde ausgenutzt und ausgespielt.

wm