Lokales

Unterland und Wein

Das Unterland und der dort wachsende Wein hatte sich der Albverein Schlierbach als Ziel einer Tagestour gesetzt.

SCHLIERBACH Bange Blicke richteten sich nach oben, als der voll besetzte Bus auf der Autobahn dem Unterland entgegenfuhr, hatte doch der Himmel seine Schleusen geöffnet. Doch als das Ziel, das malerische 12 000-Einwohner-Städtchen Weinsberg erreicht war, konnten die Regenschirme geschlossen bleiben und dies glücklicherweise den ganzen Tag über.

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Auf dem Marktplatz wurden die Wanderer von Burgführer Pux erwartet, der die Gruppe auf steilen Treppen zur hoch über der Stadt thronenden ehemaligen Reichsburg führte. Diese bestand vermutlich schon im zehnten Jahrhundert und wurde im Jahre 1140 Schauplatz eines erbitterten Kampfes zwischen den beiden Herrscherhäusern Welfen und Staufer. Dabei siegten die Staufer und König Konrad III., und daran knüpft sich die historische Begebenheit von den "Treuen Weibern von Weinsberg", die freies Geleit erhielten und dabei ihr "Liebstes", nämlich ihre Männer, aus der belagerten Burg trugen. Im Bauernkrieg wurde die Burg zerstört und wurde 1823 durch den Arzt und Dichter Justinus Kerner und dem Frauenverein vor dem Verfall bewahrt. So ist die Burg heute ein beliebtes Ausflugsziel mit seiner Attraktion, dem "Steinernen Album".

Dann wartete der Bus zur Weiterfahrt auf den "Calvarienberg" bei Gundelsheim. Mit frischen Brezeln und einem Handwägelchen voll "Flüssigem" wurden die Albvereinler dort vom Winzer Franz Mühlbeyer empfangen, der die Gruppe durch die Weinberge führte. An Ort und Stelle konnte dann der dort wachsende "Tropfen" genossen werden, sei es Trollinger, Lemberger, Riesling oder wie sie alle in dieser Lage wachsen. Die Schlierbacher Hobbywinzer konnten dabei Lehrreiches aus kundigem Mund erfahren, ehe es dann in die "Kuhbergschenke" des Winzers ging. Bei Speis und Trank stieg dort schnell die entsprechende Stimmung und die Zeit verging wie im Fluge.

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