Lokales

Unterschriftenaktion gegen Spätabtreibungen

KIRCHHEIM Ein Großteil deutscher Bistumszeitungen hat Ende 2004 eine Unterschriftenaktion speziell gegen die immer häufiger im Rahmen der medizinischen Indikation praktizierte Spätabtreibung von behinderten Kindern in Deutschland initiiert. So werden in Deutschland immer häufiger Kinder noch kurz vor der Geburt abgetrieben, wenn Eltern eine Behinderung des Kindes befürchten müssen.

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Auch die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) in Kirchheim hat nach ihrem Gottesdienst dazu rund 150 Unterschriften gesammelt und an das Bistum Würzburg weitergegeben. Die Unterschriften werden in den nächsten Tagen Vertretern des Bundestages überreicht, der Mitte Februar eine Anhörung zu Spätabtreibungen durchführt. Die Regierungsparteien hatten bei der Debatte im Bundestag im November letzten Jahres die Initiative zur Vermeidung von Spätabtreibungen als "Diffamierung schwangerer Frauen" bezeichnet. "Dies ist ein Zeichen von fehlendem moralischem Empfinden gegenüber ungeborenen Kindern", so der stellvertretende Gemeindeleiter Wolfgang Schuler.

pm