Lokales

VCD: Müll gehört auf die Schiene

In einem offenen Brief fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster und den Esslinger Landrat Heinz Eininger auf, sich für eine Verlagerung der geplanten Mülltransporte aus der Region Neckar-Alb nach Stuttgart auf die Schiene einzusetzen.

KREIS ESSLINGEN Hintergrund der VCD-Initiative ist die am 7. Juli erwartete Entscheidung des Abfallzweckverbandes Reutlingen-Tübingen darüber, wie die jährlich 88 000 Tonnen Müll ab 2007 aus der Region Neckar-Alb nach Stuttgart kommen sollen.

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VCD-Geschäftsführer Werner Korn: "Es ist zu befürchten, dass sich der Abfallzweckverband für einen Transport mit Lkw entscheidet. Das würde für den Landkreis Esslingen und die Landeshauptstadt Stuttgart täglich etwa 35 zusätzliche schwere Lkw bedeuten, die Lärm erzeugen, die Luft verschmutzen und die Straßen extrem abnutzen. Das ist nicht zuletzt angesichts der akuten Feinstaubproblematik in der Region nicht zu verantworten und den Anwohnern nicht zuzumuten." Nicht umsonst sei eine zentrale Empfehlung des Luftreinhalteplans des Stuttgarter Regierungspräsidiums, Gütertransporte weitestgehend vom Lkw auf die Schiene zu verlagern.

Bei den Müllcontainern aus der Region Neckar-Alb sei dies durchaus möglich, wenn auch auf den ersten Blick etwas teurer als die reine Lkw-Variante. Korn: "Die Vorteile des Mülltransports auf der Schiene sind gutachterlich belegt. Jetzt ist es an Oberbürgermeister Schuster und Landrat Eininger, ein deutliches Signal in die Region Neckar-Alb zu schicken, damit nicht die Esslinger und Stuttgarter Bürger die Zeche zahlen müssen, sondern von den Belastungen des unnötigen, zusätzlichen Lkw-Verkehrs verschont bleiben."

pm