Lokales

Verantwortung einfordern

Bei einer Begehung verschiedener sozialer Brennpunkte machten sich die Mitglieder des Arbeitskreises Kommunalpolitik der CDU Kirchheim-Dettingen vor Ort ein Bild über die Situation.

KIRCHHEIM Erster Anlaufpunkt der CDU-Arbeistkreismitglieder war ein Haus in städtischem Eigentum in Ötlingen. Dort fanden die Teilnehmer ein an der Außenfassade zum Teil erheblich beschädigtes Gebäude vor. "Stadtverwaltung und Gemeinderat sind Sachwalter öffentlichen Vermögens. Deshalb sind stärkere Kontrollen seitens der Stadt dringend notwendig", fordert Thilo Rose.

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"Ein Ansatz wäre die Umfunktionierung von städtischen Mitarbeitern zu Sozialhilfedetektiven", ergänzt Apostolos Milionis. Die Erfahrung aus anderen Städten zeige, dass Sozialhilfedetektive ein Vielfaches an Einsparungen gegenüber ihren Personalkosten brächten. "Bei der Behebung der Schäden wie zum Beispiel zerstörte Haustüren oder demontierte Sanitärarmaturen sollten möglichst keine neuen, sondern gebrauchte Gegenstände verbaut werden", so Steffen Opferkuch. Lob äußerten die Mitglieder des Arbeitskreises bei der Besichtigung des Übergangswohnheims in der Charlottenstraße. "Es ist deutlich erkennbar, dass durch ehrenamtliches Engagement den Menschen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion eine Perspektive zur Integration eröffnet wird", stellt Ute Hepperle-Gerscht fest.

Ein weiterer Anlaufpunkt war der Pavillon am Rambouilletplatz, dessen Renovierung erst kürzlich begonnen wurde. In einem ersten Schritt wurde der Pavillon durch eine Front aus Glastüren verschlossen. Doch zwischenzeitlich sind schon erhebliche Beschädigungen durch Steinschläge und Schmierereien festzustellen. "Um Beschädigungen zu vermeiden, müssen die Jugendlichen in die Sanierung des Pavillons einbezogen werden", fordert Dagmar Wallbaum. Klaus Pesl fügt hinzu, dass die Jugendlichen dann eher Verantwortung für den Pavillon übernehmen und eine gewisse Wertschätzung haben, wenn sie selbst daran gearbeitet haben. Klaus Maihöfer schlägt vor, dass mit dem dadurch eingesparten Geld eine weitere Sozialarbeiterstelle finanziert werden könne, um den Pavillon auch abends offenzuhalten.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass durch eine gezieltere Mittelverwendung im Sozialbereich der Stadt Kosten erspart werden könnten und zugleich ein Mehr an Wirkung erreicht werde.

pm