Lokales

Verbesserungspotenzial aufgezeigt

Im Rahmen des Agenda-21-Projektes "Einkaufsradeln" begutachtete die Initiative "FahrRad" auch die Fahrradstellplätze der Kirchheimer Einkaufsmärkte. Neben vorbildlichen Abstellanlagen stellte die Mitglieder der Initiative auch diverse Verbesserungspotenziale fest.

KIRCHHEIM Bereits im Februar 2006 wurden die Marktleiter der Kirchheimer Einkaufsmärkte von der Initiative "FahrRad" angeschrieben und auf die Aktion "Mit dem Rad zum Einkauf" aufmerksam gemacht. Radler haben in Kirchheim bereits einen hohen Anteil am Gesamtverkehr. Zählaktionen zeigten weit über 1 000 Radfahrer an einem Samstagvormittag in der Innenstadt. Es sollte daher im Interesse von Kunden und Einzelhandel liegen, dass für Radler eine gute Infrastruktur vorhanden ist.

Anzeige

Genau hier setzt das Teilprojekt "Vorbildliche Fahrrad-Abstellanlagen an den Einkaufsmärkten" als Konzeption an. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat Anforderungen an gute Abstellanlagen beschrieben und Beispiele zusammengestellt.

Daran orientierte sich die Initiative und erstellte einen Bewertungsbogen, mit dem möglichst objektiv alle Abstellanlagen der Kirchheimer Einkaufsmärkte begutachtet und beurteilt wurden. Kriterien waren die Anzahl der Stellplätze, Lage und Erreichbarkeit, Anordnung und Platz, Funktionalität, Zweckmäßigkeit und Sicherheit sowie der subjektive Gesamteindruck.

Es zeigte sich eine breite Palette der Angebote. So gut wie einzelne Anlagen sind, zeigte sich andererseits auch fehlendes Interesse am Radfahrer als Kunden. Gemessen an der Marktgröße sind mitunter zu wenig Stellplätze vorhanden, die teilweise zusätzlich mit Paletten oder Warenständen nahezu unzugänglich gemacht sind. Bemängelt wird insbesondere die Qualität der Abstellanlagen, häufig existieren nur so genannte "Felgenkiller", also Bügel, zwischen die die Vorderräder geschoben werden. Ein seitlicher Druck genügt hier, um der Felge eine "Acht" zu verpassen.

Auch Lage und Erreichbarkeit sowie Erkennbarkeit lassen bei manchen Abstellanlagen für Fahrräder zu wünschen übrig. Fast überall sind die Abstellanlagen nicht überdacht und unbeleuchtet. Es gibt aber auch sehr gute Beispiele: überdacht, beleuchtet, in Eingangsnähe, sauber und gepflegt und zudem mit der Möglichkeit, einen Fahrradanhänger abzustellen.

Die Initiative "FahrRad" ist gerne bereit, sich bei Neuanlagen oder Umgestaltungen mit Ratschlägen und konkreten Beispielen einzubringen.

pm