Lokales

Verhandlungen bei Panasonic gescheitert

ESSLINGEN Bei der dritten Verhandlungsrunde hat die Geschäftsleitung des Esslinger Bildröhrenherstellers Panasonic gestern die Verhandlungen zum Interessensausgleich und Sozialplan für gescheitert erklärt und rief die Einigungsstelle an.

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Die Geschäftsleitung will die rund 600 Beschäftigten ab 15. März kündigen können. Die IG Metall beharrt auf dem abgeschlossenen Beschäftigungstarifvertrag. Danach können Kündigungen frühestens nach dem 30. Juli ausgesprochen werden. Zusammen mit dem Betriebsrat verfolgt die Gewerkschaft nach wie vor das Ziel, Ersatzarbeitsplätze durch die Konzerne Toshiba oder Matsushita zu bekommen.

Mit geeigneten Aktivitäten wird die IG Metall diese Forderung weiter untermauern. "Konzerne dieser Größe können nicht einfach ganze Belegschaften der Gesellschaft vor die Füße werfen und sich von ihrer Verantwortung für die Beschäftigten und für die Region davonstehlen", so Sieghard Bender von der IG Metall Esslingen.

Die Aktivitäten auf der Ebene des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums müssen aus Sicht der Gewerkschaft weitergehen. Der Wirtschaftsminister solle eine Delegationsreise zur Konzernzentrale nach Japan über den Botschafter organisieren. "Sollten die Konzerne Matsushita und Toshiba keine Ersatzproduktion in Esslingen schaffen, so müssen sie sich trotzdem aktiv, auch mit finanziellen Mitteln, an einer Alternativlösung beteiligen", fordert Bender weiter.

sb