Lokales

Verkauf läuft schleppend

Deutlich schlechter als im Planansatz erwartet, ist es zur Jahresmitte um die Einnahmen der Stadt Weilheim bestellt. Insbesondere fehlen Erlöse für Gewerbegrundstücke.

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM 2,1 Millionen Euro sind beim Posten Grundstückserlöse im Haushaltsplan 2005 vermerkt. Zur Jahresmitte ist jedoch mit 900 000 Euro nicht einmal die Hälfte bei der Stadt eingegangen. Im Vorgriff auf den nichtöffentlichen Sitzungsteil kündigte Bürgermeister Bauer in der öffentlichen Beratung an, die Verwaltung plane ein offensiveres Vermarkten der Gewerbegrundstücke, deren Verkauf besonders schleppend läuft. Sollte die Nachfrage bis zum Jahresende nicht anziehen, will Kämmerer Philipp die Rate für den Rathausneubau in die Jahre 2006 und 2007 verlagern. "Bei der Gewerbesteuer hoffen wir, den Planansatz zum Jahresende zu erreichen; trotzdem fehlen derzeit 245 000 Euro", gab Philipp zu bedenken. Beim Einkommensteueranteil werde die Stadt wohl einen Ausfall von 100 000 Euro verkraften müssen. Dagegen scheint die mit 20 Prozent verfügte Haushaltssperre Wirkung zu zeigen: Nach derzeitigem Stand wird die im Rahmen des Haushaltsplans festgelegte globale Minderausgabe in Höhe von 150 000 Euro erzielt.

Ein Nachtragshaushalt wird erforderlich auf Grund der steuerlichen Ausgliederung des Betriebs Tiefgarage aus dem Kämmereihaushalt. Der Rat nahm Kenntnis vom Finanzzwischenbericht und stimmte zu, die Haushaltssperre von 20 Prozent beizubehalten.