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"Verlockungen. Verführungen. Vergnügungen."

Unter dem Titel "Verlockungen. Verführungen. Vergnügungen." sind am Mittwoch, 20. September, alle Menschen, die sich in Pflegeheimen engagieren, zu einer Landkreis-Veranstaltung in die Kelter nach Beuren eingeladen. Die Tagung bildet den Abschluss der Arbeit des BELA-Praxisverbundes für Pflegeheime, in dem Ehrenamtliche organisiert sind.

KREIS ESSLINGEN BELA steht für "Bürgerschaftliches Engagement fürs Leben im Alter". Der Verbund aus 19 Pflegeheimeinrichtungen in Baden-Württemberg, davon fünf mit Sitz im Landkreis Esslingen, begann vor drei Jahren seine Arbeit. Ziel war es, durch Projekte mit bürgerschaftlich Engagierten die Distanz abzubauen, die Menschen dem Feld Altenhilfe und insbesondere der "Lebenslage Demenz" entgegenbringen. Sowohl hauptamtlich als auch freiwillig Engagierte aus den mehr als 50 Pflegeheimen sind nun eingeladen, an den Erkenntnissen und Erfahrungen teilzuhaben. Auch Menschen, die auf der Suche sind nach einer sinnvollen Aufgabe, sind willkommen.

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Die gute Unterstützung des BELA-Praxisverbundes im Landkreis Esslingen kommt nicht von ungefähr: In den vergangenen Jahren ist es gelungen, viele Heime von den Volunteers-Grundsätzen des Landkreises bei der Gewinnung von Freiwilligen zu überzeugen. Bereits 2004 hatte eine Erhebung ergeben, dass damals bereits rund 1000 Freiwillige in den Pflegeheimen engagiert waren: in Besuchsdiensten, mit eigenen Veranstaltungsangeboten wie Singen, Vorlesen und Gesprächsrunden oder durch die Mitarbeit bei Heim-Angeboten mit Ausflügen, Cafeteria, Gottesdienst-Gestaltung und PC-Betreuung.

Kein anderer Landkreis wurde beim Landeswettbewerb "Bürgerschaftliches Engagement für Lebensqualität im Alter" mit so vielen Preisen bedacht wie der Landkreis Esslingen: von 45 ausgezeichneten Projekten kamen sieben aus dem Landkreis. Die Mitwirkung beim BELA-Praxisverbund war eine konsequente Weiterentwicklung.

"Was wir wollten im Land was wir erreicht haben" ist der Titel einer Gesprächsrunde, mit der die Abschlusstagung am 20. September in der Kelter in Beuren nach Begrüßung vom Beurener Bürgermeister Erich Hartmann und nach einer Einführung durch Sozialdezernent Dieter Krug beginnt. Beteiligt an diesem Gespräch sind Projektleiterin Iren Steiner, Landkreistags-Vertreter Dietmar Herdes, Dr. Bernadette Klapper von der Bosch-Stiftung, die den Praxisverbund finanzierte, sowie Dr. Peter Messmer vom Sozialministerium.

Anschließend werden die beteiligten Heime eine Fülle von Praxisbeispielen vorführen, die durch das BELA-Projekt entstanden sind oder gefördert wurden: "Lisa kommt" und "Zeit der Entspannung" (St. Lukas in Wernau), "Was macht die Butter in meinem Kaffee?" (Frühstücksgruppen im Pflegeheim Berkheim), "Petticoat, Stöckelschuh und VW-Käfer" (Erinnerungsarbeit und Handwerksgruppe der Pflege-Residenz Beuren), "Mit Farben Augen öffnen" (Kunsttherapie des Neckarstifts Neckarhausen) und "Auf den Hund gekommen" (Hunde-Therapeuten Sankt Vinzenz in Plattenhardt).

Eine zweite Gesprächsrunde unter dem Titel "Lichtpunkte im Alltag" wird aus Sicht von Volunteers und Hauptamtlichen aufzeigen, wie es durch die BELA-Projekte gelungen ist, den Heimalltag schöner zu machen. Nach knapp drei Jahren ist bei allen Beteiligten das Verständnis für Aspekte für das Wohlbefinden im Heim gewachsen. Stolz, Gelassenheit und Toleranz haben zugenommen, Achtsamkeit hat sich vermehrt und die Motivation wird gespeist durch Erfolgserlebnisse. Dies hat die Tagungs-Vorbereitungsgruppe bewogen, der Veranstaltung den Titel "Verlockungen. Verführungen. Vergnügungen." zu geben.

Interessierte werden gebeten, sich bis Dienstag, 5. September, bei der Altenhilfe-Fachberatung des Landratsamts in Esslingen, Uhlandstraße 1, für die Veranstaltung anzumelden. Dies ist auch möglich per E-Mail unter Hafner.Inge@Landkreis-Esslingen.de. Die Tagesordnung wird zugesandt.

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