Lokales

Verschärfte Kontrollen

Einen Rückgang von alkohol- und drogenbedingten Verkehrsunfällen in der Vorweihnachtszeit registrierten die Verkehrsspezialisten der Polizeidirektion Esslingen in der Unfallstatistik 2003.

KREIS ESSLINGEN Waren es 2002 noch 79 Fahrzeuglenker, die unter alkoholischer Beeinflussung (74) oder Drogeneinfluss (5) in den Monaten November und Dezember in Verkehrsunfälle verwickelt waren, waren es in 2003 "nur" 57 (55/2).

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Dieser erfreuliche Rückgang ist jedoch kein Grund für die Beamten der Esslinger Polizeidirektion, in diesem Jahr auf die verstärkten Alkohol- und Drogenkontrollen zur Weihnachtszeit zu verzichten. Mit Beginn der Adventszeit führen viele Betriebe ihre Weihnachts- und Jahresabschlussfreiern durch. Bei einem gutem Essen und einem feinen Tropfen klingt in geselliger Runde das Arbeitsjahr aus.

Je länger die Feste dauern, desto mehr Alkohol wird dabei getrunken. Naht dann das Ende des Festes, nimmt es so mancher der Teilnehmer, der mit einem Kraftfahrzeug nach Hause fährt, nicht so genau mit den Promillegrenzen im Straßenverkehr. Dabei ist wissenschaftlich bewiesen, dass jedes Promille Alkohol im Blut das Risiko steigert, an einem Unfall beteiligt zu sein bei 0,8 Promille schon um das Vierfache. Für Drogen gilt übrigens dasselbe. Appelle an die Vernunft der Fahrzeugführer werden leider oft ignoriert. Dabei kann eine Fahrt unter Alkohol oder Drogen fatale Folgen haben. Nach Trunkenheits- oder Drogenfahrten kommen auf die Betroffenen hohe Kosten für Anwälte, Gerichtsverfahren und verhängte Strafen zu. Noch viel gravierender fallen diese aus, wenn bei Unfällen Menschen verletzt werden, denn hier stehen deren Gesundheit und Leben auf dem Spiel. Zu allem Ungemach droht der Verlust des Führerscheins und damit verbunden oft der Verlust des Arbeitsplatzes in der heutigen Zeit ein gravierender Einschnitt in das Leben eines jeden Betroffenen.

In der von Jahr zu Jahr hektischer werdenden Vorweihnachtszeit häufen sich erfahrungsgemäß Hausstreitigkeiten, Schlägereien und Beleidigungen. Die Aggressivität gegenüber den Mitmenschen nimmt sowohl auf der Straße als auch im privaten Umfeld zu. Nicht selten eskalieren Konflikte und machen ein Einschreiten der Polizei erforderlich. So wird auch in der diesjährigen Vorweihnachtszeit so mancher Randalierer eine Nacht in einer der Arrestzellen der Dienststellen im Landkreis verbringen müssen.

lp