Lokales

Verschärfter Abstiegskampf im ungewohnten 17er-Feld

Acht Mannschaften aus der Teckregion sind in der Kreisliga A, Staffel 2 aktuell vertreten. Nachdem in der Vorsaion aus der Bezirksliga ein Trio abgestiegen ist, besteht die Spielklasse in diesem Jahr zum ersten Mal aus 17 Teams.

Das neue 17er-Feld ist ein absolutes Novum und verspricht Spannung: Auf Grund der gegebenen Konstellation gibt es in dieser Saison bis zu vier Absteiger, der Fünftletzte müsste dann in die Relegation. Zünglein an der Waage spielt die Bezirksliga die Zahl der dortigen Absteiger diktiert den Aderlass eine Etage tiefer. "Auf alle Fälle müssen wir künftig wieder auf die Sollzahl von 15 Mannschaften kommen", sagt Staffelleiter Stefan Cserny. Verschärfter Abstiegskampf ist also angesagt in dieser Saison.

Mit drei Kreisliga-B-Aufsteigern (SV Nabern, FC Unterensingen, TSV Neckartenzlingen) und drei Bezirksliga-Absteigern (Spielgemeinschaft Erkenbrechtsweiler-Hochwang, TSV Grafenberg, TSV Wolfschlugen) sind insgesamt sechs neue Teams in der Liga vertreten. Nachdem die SGEH den kompletten Bezirksligakader zusammenhielt, ist die Fusions-Mannschaft der erklärte Favorit auf Meisterschaft und Bezirksliga-Rückkehr. Richten soll's das neue SGEH-Spielertrainergespann Danell Stumpe und Antonio Portale. "Bei diesem Kader kann es gar kein anderes Ziel als den Aufstieg geben", gibt sich Stumpe zuversichtlich.

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Auch der frischgebackene Teckbotenpokalsieger TSV Weilheim hat Insidern zufolge gute Chancen, ganz oben in der Tabelle mitzumischen. Viel wird davon abhängen, wie die neuformierte Mannschaft um Spielertrainer Oliver Klingler aus den Startlöchern kommt. So lange er's nicht weiß, hält Günther Friess, einer von drei Abteilungsbossen in Weilheim, den Ball lieber flach. "Ich möchte das Wort Aufstieg lieber nicht in den Mund nehmen", sagt er. Offiziell wollen die Weilheimer immerhin "vorne mitspielen".

Nichts mit dem Abstieg zu tun haben wollen die SF Dettingen. Nach der Zittersaison 2005/06 wo der endgültige Klassenerhalt erst am letzten Spieltag gesichert wurde hat der neue Spielertrainer Alexander Musumeci ganz neue Ziele: "Mit diesem Spielerkader können wir unter den ersten Fünf mitspielen." Hoffnung macht, dass die Mannschaft inzwischen gereifter ist und sehr viele talentierte Spieler in ihren Reihen hat.

"Die Liga ist noch stärker geworden", ist sich Neidlingens Trainer Volker Krissler sicher. Auf Grund des recht kleinen TVN-Spielerkaders scheint die 17er-Liga ein echter Wettbewerbsnachteil für die Mannschaft zu sein: Weil's so viele Spiele gibt, droht den strapazierten Cracks Substanzverlust.

Mit dem neuen Trainer Alexander Kuhnt plant der TSV Oberlenningen einen Neuaufbau. Dabei steht Kuhnt unterm Wielandstein unter keinerlei Erfolgsdruck. "Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz", gibt sich Abteilungsleiter Heinz Klingler zurückhaltend. Dass der TSVO wie vergangene Saison wieder ganz oben mitspielen wird, kann nach den Abgängen einiger Leistungsträger sogar bezweifelt werden.

Die restlichen vier Teams aus der Teckregion backen durchweg kleine Brötchen. "Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben", so die Worte von Holzmadens Spielertrainer Martin Knorr. Vielleicht wird's doch mehr: Der vierte Platz beim Teckbotenpokalturnier kam auch unverhofft.

"Mit 17 Mannschaften ist die Kreisliga A attraktiver geworden", freut sich Catania-Trainer Helmut Hartmann auf die Saison. Der Mann ist zuversichtlich: "Seit ich hier Trainer bin, hatten wir noch nie so eine gute Vorbereitung." Dennoch: Der Klassenerhalt ist das Maß aller Dinge.

Vor einer Herausforderung steht auch Neuling SV Nabern. Das Ziel der Mannschaft des Trainerduos Gunter Hinger und Siegfried Müller kann nur Klassenerhalt lauten. Übrigens: Zwei Mal hintereinander wurde Markus Prettner Torschützenkönig 43 Tore (2004/05) und zuletzt 47 Tore waren seine Topbilanz. Mal sehen, wie oft es Prettner im gegnerischen Kasten in dieser Spielzeit einschlagen lässt..