Lokales

Versorgung für Notfallpatienten gewährleistet

Umbau der Zentralen Notaufnahme (ZENA) in Kirchheim ist abgeschlossen – Verbesserung der Abläufe

Rudolf stäbler

Kirchheim. In der Zentralen Notaufnahme (ZENA) werden künftig die Notfälle aller Abteilungen versorgt. Dabei ermöglicht die ZENA eine noch bessere Versorgung der in das Krankenhaus kommenden Notfallpatienten. Diese haben ab sofort nur noch eine Anlaufstelle im Haus, in der sie kompetent versorgt werden. „Einfach die Abläufe verbessern“ war laut Winkler das Ziel dieser Maßnahme. „Die Zentrale Notaufnahme gibt uns die Möglichkeit, unsere interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und alle medizinischen Disziplinen für die Notfallpatienten an einer Stelle zentral zu bündeln“, betonte Thorsten Lukaschewski, Ärztlicher Direktor der Klinik Kirchheim, in seiner Ansprache.

Geschäftsführer Franz Winkler hob in seiner Begrüßung den Vorbildcharakter der ZENA für alle Standorte der Kreiskliniken Esslingen hervor. Ziel ist es, die Abläufe für Patienten, Angehörige und einweisende Ärzte verständlicher, angenehmer und medizinisch mit aller verfügbaren Kompetenz und Qualität zu gestalten. Interdisziplinarität, Optimierung des Bettenmanagements und ein zentraler Ansprechpartner für Patienten, Angehörige und niedergelassene Ärzte hob Winkler weiter als wichtigste Vorteile der Zentralen Notaufnahme hervor. Die organisatorische Leitung der Zentralen Notaufnahme übernimmt Oberarzt Thilo Haug, seit 1988 am Kirchheimer Krankenhaus tätig und gleichzeitig Leiter der Klinik II. Haug ist als leitender Arzt der ZENA einstimmig von den beteiligten Mitarbeitern gewählt worden. Geschäftsführer Winkler nannte dies einen grandiosen Vertrauensbeweis den sich Haug in den vergangenen Jahren erarbeitet habe. Er bringe die Erfahrung als Oberarzt mit, die gerade in einer Notaufnahme unabdingbar sei. Sicher ist sich Winkler, dass der leitende Arzt auf ein hoch motiviertes Team treffe, das den Anforderungen, die von den Patienten zu recht gestellt würden, auch gerecht werden könne.

Der ärztliche Direktor der Kirchheimer Klinik, Thorsten Lukaschewski, erinnerte daran, dass er in den letzten Monaten während der Vorbereitung zum Betrieb der Notaufnahme immer wieder gefragt worden sei: „Brauchet mir so Ebbes überhaupt, isch des net bloß für große Kliniken?“ Er habe immer wieder gesagt, „ja, das brauchen wir“. Niemand muss jetzt mehr vorher entscheiden, in welche Abteilung der Patient geschickt wird. Es sei nun die Aufgabe der Aufnahme, dies herauszufinden und den richtigen Arzt so schnell wie möglich zum Patienten zu holen. Aber es gebe noch mehr gute Gründe für eine Zentrale Notaufnahme: „Auch Kirchheim könne es sich nicht mehr leisten, für jede Fachabteilung eine eigene Notfallambulanz im 24-Stunden-Betrieb aufrecht zu erhalten. Dies betrifft besonders die Pflegeteams, die in kleinen Dienstgruppen oft große Probleme haben, Krankheits- und Urlaubszeiten zu überstehen. Dies ist in einem großen Team einer ZENA leichter zu gestalten“. Nach seinen Worten steuere man im Gesundheitswesen auf einen eklatanten Fachkräftemangel hin. Ausgebildete Fachkräfte in der Pflege und Ärzte mit Erfahrung, ganz besonders auch Notärzte, seien schon auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu bekommen. In dieser Situation bleibe nur der Versuch, alle Prozesse in der Klinik zu optimieren. „Hier ist uns mit der baulichen und organisatorischen Umsetzung der Zentralen Notaufnahme ein großer Schritt nach vorne gelungen.“

Die Baumaßnahme am Kirchheimer Krankenhaus wurde nach sechsmonatiger Planung in den letzten neun Monaten im geplanten Zeitrahmen und im geplanten finanziellen Rahmen umgesetzt. Pflegedirektor Norbert Nadler erinnerte an die zahlreichen Besprechungen bis zur heutigen Fertigstellung und nannte die Zentrale Notaufnahme einen weiteren wichtigen Meilenstein zur Optimierung der Kreiskliniken .

Anzeige