Lokales

"Verstehe Wirbel nicht"

Hochdorfs Bürgermeister Roland Erhardt versteht den ganzen Wirbel nicht. "Wir haben zu der Bauvoranfrage Ja gesagt", bekräftigte er in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf Anfrage von Peter Reiner (Grüne) noch mal die Einstellung von Gemeinderat und Verwaltung zum weiteren Vorgehen der Baumschule Messerle.

PETRA BAIL

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HOCHDORF Dass für den Bau eines 4000 Quadratmeter großen Umschlagplatzes für Baumschulen die große Politik eingeschaltet wird, die einen Lobbydruck erzeugt, geht dem Hochdorfer Rathauschef gegen den Strich. Wie berichtet, hat sich der Kirchheimer CDU-Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann für das Anliegen der Baumschulen aus der Region stark gemacht.

Erhardt findet: "Das können wir mit dem Landratsamt regeln." Voraussetzung dafür seien planerische Grundlagen. Die rechtliche Basis könne über einen qualifizierten Bebauungsplan geschaffen werden. Der Verlade- und Kommissionierhof wird durch einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan genehmigungsfähig. Ohne wäre es der Gemeinde lieber gewesen, da Bebauungspläne mit Kosten verbunden sind. Wer die trägt, ist noch offen.

Messerle hatte vor zwei Jahren eine Bauvoranfrage gestellt, mit der Absicht, den eigenen Betrieb im Aspenhof um 6000 Quadratmeter zu erweitern, was problemlos möglich ist. Gleichzeitig will er zusätzlich eine Verladebörse für 70 Baumschulbetriebe, überwiegend aus Süddeutschland, einrichten. Im Außenbereich ist diese laut Landratsamt so nicht genehmigungsfähig. Trotz Tipps zum Prozedere von Seiten Erhardts stagnierten die Ausbaupläne, weshalb sich Zimmermann und der Landesverband Deutscher Baumschulen einschalteten. "Das nutzt auch nichts", konstatierte der Rathauschef, "wir brauchen planerische Grundlagen". Die werden geschaffen, wenn die Baumschule Messerle den Antrag dazu stellt. Dies soll laut Erhardt im Februar der Fall sein.