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VfL: Ferdi Er droht länger auszufallen

Der VfL Kirchheim bleibt in der Fußball-Verbandsliga weiterhin ein gern gesehener Gast. Dem 2:3 bei der TSG Balingen folgte ein 0:4 beim FV Ravensburg, am vergangenen Freitag gab es mit dem 1:3 beim SV Bonlanden die dritte Niederlage in Folge in der Fremde.

KLAUS-DIETER LEIB

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FILDERSTADT Trotz der neuerlichen Auswärtspleite war keiner der Verantwortlichen beim VfL Kirchheim nach dem Schlusspfiff in Bonlanden unzufrieden. "Die Mannschaft hat toll gekämpft und in Unterzahl war es auch nicht einfach", so die Worte von Abteilungsleiter Winfried Scholz. Auch der sportliche Leiter, Norbert Krumm, rang der Niederlage etwas Positives ab: "Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und hätten in Führung liegen müssen." Der Kirchheimer Trainer Michael Rentschler lobte vor allem die Moral: "Wir haben streckenweise ganz gut gespielt und nach dem Platzverweis für Feriz Meha nie aufgegeben."

Vor dem Spiel hatte Rentschler in der Viererabwehrkette eine Umstellung vornehmen müssen, denn Ferdi Er verletzte sich im Abschlusstraining am Sprunggelenk und wird dem VfL Kirchheim aller Voraussicht nach einige Wochen fehlen. Die genaue Diagnose stand noch nicht fest. "Wir hoffen, dass es kein Bänderriss ist", so Norbert Krumm. Somit spielte Torsten Raspe zusammen mit Christopher Eisenhardt im Abwehrzentrum eine ungewohnte Rolle für den ehemaligen Zweitliga-Profi. Diese personelle Änderung sollte sich am Ende der Begegnung nicht auszahlen, denn Raspe erwischte einen rabenschwarzen Tag. Trotz seiner beiden Patzer vor den Toren zwei und drei nahm ihn sein Coach in Schutz: "Der Torsten hat ein gutes Spiel gemacht", meinte Rentschler. Eine Neuauflage dieser Abwehrvariante im Spiel gegen Kirchentellinsfurt am kommenden Sonntag ist indes fraglich: "Ich werde mir darüber meine Gedanken machen", so Rentschler.

Für Bonlandens Trainer Klaus Kämmerer war es ein verdienter Sieg: "Wir hätten auch 5:0 oder 6:0 gewinnen können." Der ehemalige Kirchheimer Thomas Edelmann stieß ins gleiche Horn: "In der zweiten Halbzeit waren wir die klar bessere Mannschaft." Insgesamt hat es der VfL Bonlanden aber zu leicht gemacht, Tore zu erzielen. Nicht nur deshalb war Abwehrrecke Christopher Eisenhardt nach der Partie sichtlich enttäuscht: "Im Abwehrzentrum haben die Kommandos gefehlt", monierte der Youngster.

Wie ist der Saisonauftakt des VfL nun zu bewerten? In der vergangenen Saison stand man nach sechs Spieltagen mit sieben Punkten auf dem elften Tabellenplatz. In dieser Runde ist es nur ein Zähler weniger. Was aber bedenklich stimmt, ist die Tatsache, dass der Abstand zu einem Platz im gesicherten Mittelfeld schon sechs Punkte beträgt. Die Devise für das kommende Auswärtsspiel beim TV Kirchentellinsfurt kann also nur lauten: Endlich auch mal auswärts punkten.