Lokales

Viel Glück fürZukunftsbaustellenZum Artikel ...

Viel Glück fürZukunftsbaustellenZum Artikel "Baustelle sorgt für Frust bei den Autofahrern" im Teckboten am 29. JanuarEs war einmal eine kleine Gemeinde in einem abgelegenen Tal am Rande der Schwäbischen Alb. Diese Gemeinde liegt an einer viel befahrenen Bundesstraße mit sehr viel Lkw- und Wochenendverkehr. Dort entschloss man sich eines Tages in aller Unerfahrenheit, eben an jener Straße eine Baustelle einzurichten.

Anzeige

Das Jahr war fortgeschritten, der Winter nahe. Irgendjemand prophezeite jedoch, dass dieser Winter eigentlich vielleicht auch gar nicht kommen würde. Also begann man mit der Bauerei. Da man damit ja keinerlei Erfahrung hatte, war man sich über die Tragweite dieses Unterfangens auch nicht so ganz im Klaren. Was mit den anliegenden Geschäften, Privatwohnungen, Schulwegen, Parkplätzen, Busverbindungen und sonstigen Querverbindungen und und und passieren würde, konnte niemand erahnen. Die letzten Kanalisierungsarbeiten lagen ja erst kurze Zeit zurück. Plötzlich kam irgendwoher überraschend der Winter und machte alle Hoffnungen auf ein baldiges Bauende zunichte.

Schnell wurde das Loch zugedeckt und mit Baggern und Bauwagen verbarrikadiert. Jetzt überlegte es sich der Winter anders und machte den ganzen Januar Pause, was scheinbar niemandem auffiel es passierte weiterhin nichts, ja man hatte sich an die Baustelle gewöhnt, sie geradezu lieb gewonnen.

Nun naht der Frühling, vielleicht überlegt man sich in der Gemeinde, eventuell noch eine weitere Baustelle in ähnlicher Form einzurichten, man hat ja aus der Vergangenehit gelernt und der nächste Winter ist noch weit weg. Die Baustellenabschrankung könnte man dann mit Blumenkästen versehen, was sicherlich zur Verschönerung des Ortsbildes beitragen würde. Das Wohl der Bürger, die täglich mit diesem Missstand konfrontiert sind, interessiert scheinbar nur am Rande.

Viel Glück für die Zukunftsbaustellen.

Siegmund Wagner

Sterrenbergstraße, Lenningen