Lokales

Viel Wirbel um einen Christbaumständer

Willkommen sang der Gemischte Chor zu Beginn der alljährlichen Weihnachtsfeier des Kirchheimer Gesangvereins Eintracht 1868 und ebenso herzlich willkommen hieß die Vorsitzende Monika Renz alle, die der Einladung des Vereins gefolgt waren.

KIRCHHEIM Während die Gäste Kaffee und Kuchen genießen konnten, stimmten der Gemischte Chor unter Vizechorleiter Samuel Kastner und der Junge Chor Happy Voices unter Jürgen Wolpert, der auch am Klavier begleitete, auf den festlichen Nachmittag ein.

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Die alljährliche Suche nach dem Christbaumständer zog sich wie ein roter Faden durch den Nachmittag, so auch in einem schwäbischen Gedicht, das Monika Renz zum Besten gab. Eingerahmt vom Gesang des Männerchores wurden die zu ehrenden Mitglieder zur Bühne gebeten, um Urkunden und Geschenke in Empfang zu nehmen.

Für 30-jährige Mitgliedschaft wurde Heinz Ochs zum Ehrenmitglied ernannt, Ingrid Hepperle und Viktor Langer wurde für 40-jährige Zugehörigkeit gedankt und Eduard Küffer sowie Hans Rebmann für 50 Jahre geehrt. Auf stolze 60 Jahre Mitgliedschaft kann Hans Schadt zurückblicken, der neben vielen anderen Tätigkeiten im Verein einige Jahre 1. Vorsitzender war. Für 10 Jahre aktive Sängertätigkeit durften Renate Attinger, Helga Gulde, Karl Vogel und Jürgen Wolpert die Sängernadel in Empfang nehmen. Seit 25 Jahren singt Ernestine Rau, die dafür zum Ehrenmitglied erklärt wurde.

Aktive Sängerin seit vier Jahrzehnten ist Maria Göft, die für diese lange Zeit nicht nur den Dank des Vereins durch die Vorsitzende entgegennehmen durfte, denn in Vertretung für den Karl-Pfaff-Gau war Wolfgang Birgler nach Kirchheim gekommen, um ihr die Ehrenbrosche und Urkunde im Namen des Schwäbischen Sängerbundes zu überreichen. In seiner Rede lobte Birgler die Arbeit der Eintracht, die mit der Gründung ihres Jungen Chors Happy Voices rechtzeitig den richtigen Schritt in die Zukunft gemacht hätte. Eine solch gewaltige Aufgabe wie die Aufführung des Musicals Sybille von der Teck so perfekt zu meistern, verdiene Respekt und Anerkennung.

Für die Kinder gab es während des Ehrungsaktes ein besonderes Programm. Die jungen Sängerinnen Marlene Hilbig und Julia Walter hatte die Kinderschar eingesammelt und mit ihnen das Weihnachtslied O Tannenbaum einstudiert, das sie jedoch nicht einfach nur sangen, sondern den Text auch noch mit ihren Bewegungen unterstrichen. Auf der Bühne hatte währenddessen Carmen Reith im Lehnstuhl Platz genommen, um eine Geschichte vorzulesen, die sich wie könnte es anders sein um einen Christbaumständer handelt, der einen ganz schönen Wirbel verursachte.

Endlich war es dann so weit. Der Nikolaus, ein sehr moderner, kam auf seinem Skateboard angefahren. Als Belohnung für ihren Auftritt und die Gedichte und Lieder, die er dazu noch hören durfte, teilte der Nikolaus, alias Stephan Rumpel, seine Päckchen aus. Zur Überraschung aller Anwesenden hatte er einen Song mitgebracht, der von seiner Sehnsucht nach seinen geliebten Rentieren handelte, die ihn in diesem Jahr nicht begleiten konnten, und den er mit seiner schönen Stimme vortrug.

Nach gemeinsam gesungenen Weihnachtsliedern dankte die Vorsitzende allen Mitwirkenden und überraschte die älteste Besucherin mit einem Blumenstrauß, bevor der Nachmittag mit der traditionellen Tombola ein Ende nahm.

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