Lokales

Viele erfolgreiche Streckenflüge

KIRCHHEIM Der Erste Vorsitzende der Fliegergruppe Wolf-Hirth, Hans Puskeiler, eröffnete die Versammlung und konnte mit einer eindrucksvollen Darstellung der ersten hundert Tage aufwarten. Teamorientiert, kameradschaftlich und konstruktiv beschrieb er die Zusammenarbeit der Vorstandsmannschaft. Dabei berichtete er über den Antrittsbesuch bei Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker. Sie zeigte sich stolz, an der Spitze der Verwaltung der Fliegerstadt Kirchheim stehen zu dürfen und sagte den Fliegern weiterhin ihre volle Unterstützung zu. Außerdem lobte sie die Erfolge der weltbekannten Segelflugzeuge der Firma Schempp-Hirth.

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Hans Puskeiler unterrichtete die Mitglieder auch über den Stand der neu eingesäten Fläche der Hauptlandebahn 13/31. Sie könne mit Sicherheit dieses Jahr nicht mehr beflogen werden.



Der bekannte Hahnweid-Wettbewerb findet im kommenden Jahr in der Himmelfahrtswoche statt. Im Jahr 2005 wird auch wieder Anfang September ein Oldtimer-Fliegertreffen auf der Hahnweide über die Bühne gehen.



Der neue zweite Vorsitzende Horst Heimann berichtete in seiner Eigenschaft als Segelflugreferent über die erfolgreichen Streckenflüge für die Deutschen Meisterschaften. Er nannte dabei 105 Streckenflüge mit insgesamt 42 500 Kilometer Länge mit sehr guten Platzierungen in der nationalen Wertung. Dabei lobte er auch die Erfolge von Thilo Holighaus und Willi Baltz. In den Motorflug- und Motorsegler-Wettbewerben konnten sich die Besatzungen Gerhard Gairing und Uli Pech sowie Roland Reichl und Hans-Joachim Rieker hervorragend platzieren.



Für die weithin bekannten Veranstaltungen der Fliegergruppe Wolf Hirth wurden neu in verantwortlicher Funktion bestätigt: Rita Heimann für den Hahnweide-Wettbewerb und Hans Puskeiler für das Oldtimer-Fliegertreffen.



Im Herbst plant die Fliegergruppe wieder ein Seniorenfliegen. Außerdem will sie den neu gewählten Gemeinderat einladen.



Am 9. August treffen sich die Hahnweid-Flugsportler am Waldfriedhof, um am zehnten Jahrestag des tragischen Fliegertodes von Klaus Holighaus zu gedenken. Der Lebensweg des bekannten Segelfliegers, mehrfachen deutschen Segelflugmeisters, Europameisters, Vizeweltmeisters und Flugzeugkonstrukteurs fand am 9. August 1994 in den Schweizer Alpen ein jähes und viel zu frühes Ende. Klaus Holighaus kam 1965 als junger Ingenieur und Akaflieger nach Kirchheim und nahm als begabter Flugzeugkonstrukteur die Geschicke des Flugzeugbau-Unternehmens Schempp-Hirth in die Hand. Discus, Ventus, Janus und Duo Discus sind Konstruktionen aus seiner Hand, die auf allen Segelflugplätzen der Welt zu finden sind und die in allen Siegerlisten nationaler und internationaler Wettbewerbe und Meisterschaften ganz vorne stehen. 1988 verlieh der Bundespräsident dem begnadeten Flieger und Flugzeugbauer das "Silberne Lorbeerblatt", die höchste deutsche Auszeichnung für sportliche Erfolge.