Lokales

Vielseitiges Jobangebot

Im Rahmen von "ZiSch" (Zeitung in der Schule) besuchte die Klasse 8 der Grund- und Hauptschule Bissingen die Kreissparkasse in Kirchheim.

KIRCHHEIM "Wahnsinn", meint Jenny, als die Schüler und Schülerinnen der Grund- und Hauptschule Bissingen die riesige Schalterhalle der Kreissparkasse in Kirchheim betreten. So groß, weitläufig und hell haben sie sich das Bankgebäude nicht vorgestellt. "Hier müssen auch viele Abteilungen untergebracht werden", erklärt Andreas Pipic, Ausbildungreferent bei der Kreisparkasse. Nur der Kassenbereich an der rechten Seite der Halle ist durch Panzerglas gesichert. Den größten Bereich in der Mitte nimmt das Kundenservicecenter ein. Einzelberatungen zur Vermögensbildung, zum Kauf einer Immobilie oder eine Kreditberatung finden in den Büros links und hinter dem Servicecenter statt.

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Doch nicht nur das Gebäude ist groß. Die Bilanzsumme der Kreisparkasse Esslingen-Nürtingen beträgt 8,1 Milliarden Euro. Mit über 109 Filialen ist sie die drittgrößte Kreissparkasse im Land. Sie ist Arbeitgeber für 1 720 Mitarbeiter und zugleich größter kaufmännischer Ausbilder im Landkreis Esslingen. Im Moment sind es etwa 130 Auszubildende, von denen die meisten als Bankkauffrau oder -mann beziehungsweise als Bürokauffrau oder -mann ausgebildet werden.

Dabei ist es gar nicht so einfach, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Aus 609 Bewerbungen wurden beim letzten Mal 49 Auszubildende ausgewählt. Über eine Power-Point-Präsentation erhalten die Bissinger Schülerinnen und Schüler einen Überblick über Auswahlverfahren und Aufbau der Ausbildung. Die Ausbildung zur Bankkauffrau oder zum Bankkaufmann dauert zweieinhalb Jahre und setzt die Mittlere Reife voraus. Von den insgesamt 123 Wochen wird 62 Wochen am Arbeitsplatz, 36 Wochen in der Kaufmännischen Berufsschule und zehn Wochen im innerbetrieblichen Unterricht ausgebildet. Die restlichen verbleibenden 15 Wochen sind Urlaub.

Den Anforderungen an die Mitarbeiter der Kreissparkasse wird auch in der Ausbildung Rechnung getragen. Neben der fachlichen Kompetenz und der Flexibilität wird dabei vor allem auch auf den Umgang mit Kunden großer Wert gelegt. Gute Umgangsformen, Höflichkeit und sicheres Auftreten sind besonders wichtig. Auch das Gehalt kann sich sehen lassen. So verdient ein Auszubildender zwischen 660 Euro im ersten Jahr und 770 Euro im dritten Jahr.

Anschließend bietet sich für die Gäste aus Bissingen die Möglichkeit zu einem Gespräch mit dem Ausbildungsreferenten und mit Alexander Berger, einem Auszubildenden im zweiten Jahr. "Was passiert, wenn jemand eine der vielen Prüfungen nicht besteht?" will Evelin wissen. "Er kann die Prüfung nach drei Monaten wiederholen und wird schwerpunktartig darauf nochmals vorbereitet", erklärt Andreas Pipic. "Ich mag diesen Beruf deshalb, weil ich viel mit Menschen zu tun habe und er sehr vielseitig ist", beantwortet Alexander Berger die an ihn gestellte Frage.

Natürlich ist auch die Frage zum Banküberfall von allgemeinem Interesse. "Das lohnt sich nicht! Die Polizei ist schneller als du", kann der "Azubi" sein interessiertes Publikum überzeugen. Bei einem Alarm, den ein Kind versehentlich ausgelöst hatte, war die Polizei schon nach zwei Minuten zur Stelle.

Klasse 8

Grund- und Hauptschule Bissingen