Lokales

Vier "chaotische" Rennen für Justin Raichle

Chaotische vier Rennen erlebten die Nachwuchskartpiloten bei der Doppelveranstaltung zur deutschen DMV-Meisterschaft in Urloffen. Leidtragender unter anderem: MCKT-Pilot Justin Raichle.

URLOFFEN Gewohnt stark besetzte Klassen, die anstehenden Meisterschaftsentscheidungen zur Landesmeisterschaft Süd, wechselnde Witterungsbedingungen und die trotz Umbaus nach wie vor vorhandenen Eigenheiten der Strecke ließen bei den meisten Teilnehmern wenig Freude aufkommen. Hinzu kam, dass die wichtigen technischen Kontrollen, die eine Chancengleichheit gewährleisten sollen, überhaupt nicht durchgeführt wurden.

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Für MCKT-Fahrer Justin Raichle aus Waldenbuch verlief zunächst noch alles sehr vielversprechend mit Startplatz vier für das erste Rennen. Dort ging der Polesetter Pascal Wehrlein (Worndorf) gefolgt von Benjamin Kutzera (Rudersberg) und Justin Raichle sofort in Führung. Die folgenden elf Runden wurde zwar sehr hart um die Spitzenplätze gekämpft, aber auf der 840 Meter langen Bahn mit ihrer engwinkligen Charakteristik sind Überholvorgänge sehr schwierig und mit hohem Ausfallrisiko verbunden. Der Zieleinlauf lautete Wehrlein, Kutzera, Raichle vor Rith (Kehl), der das Hauptfeld mit vier Sekunden Abstand anführte.

Im zweiten Rennen verlor Justin Raichle zunächst seinen dritten Platz an Nils Rith, der die folgenden Runden mehrmals regelwidrig seine Hauptverfolger sperrte, von der Rennleitung aber unverständlicherweise nicht geahndet wurde. Raichle versuchte, außen zu überholen und Hinterberger übernahm zunächst den vierten Platz. Dieser versuchte es dann mit Gewalt, dabei kam es zur Kollision und Raichle belegte hinter Wehrlein den zweiten Platz vor Kevin Wolters (Hennef).

Zum dritten Rennen trocknete es dann leicht ab und Raichle hatte sich nach Qualifikationsplatz elf viel vorgenommen. Bereits kurz nach dem Start war er an siebter Position. Bei dem nächsten Überholversuch kam Raichle dann auf eine der noch nassen Stellen von der Strecke ab und rutschte leicht ins Gras. Normalerweise kein Problem, da die Seitenstreifen allerdings nicht in korrektem Zustand waren, riss bei Raichle sofort die Antriebskette ab und er musste frustriert aufgeben. Der Sieg ging erneut an Wehrlein vor Kutzera und Rieth.

Von Startplatz 17 aus ging es dann bei halbtrockenen Streckenverhältnissen ins vierte Rennen. Mit großer Wut im Bauch kämpfte sich Raichle im Ziel noch bis auf Rang sechs vor und fuhr dabei noch die zweitschnellste Rennrunde des Tages. Der Sieg ging erneut an Wehrlein vor Kutzera, die nun Ende September erneut in Urloffen zusammen mit dem momentan Zweitplatzierten in der Gesamtmeisterschaft, Justin Raichle, um den Titel kämpfen. Durch den Ausfall belegt Raichle nun den dritten Platz in der Landesmeisterschaft Süd.

mr