Lokales

Violoncelloklänge von Schumann

KIRCHHEIM Am heutigen Samstag beginnt um 19.30 Uhr in der Kirchheimer Stadthalle das traditionelle Sinfoniekonzert des Volkshochschul-Orchesters unter der Leitung von Joachim Stumber. Im Mittelpunkt des Konzertes steht diesmal das Violoncellokonzert in a-Moll von Robert Schumann mit Dr. Christoph Zantke als Solisten.

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Neben Dworaks Cellokonzert ist es das bedeutendste und wohl auch meistgespielte und beliebteste Werk dieser Gattung aus der klassisch-romantischen Epoche. Die drei ineinander übergehenden Sätze machen den Eindruck einer großen einsätzigen Fantasie. Das Soloinstrument, das gleich in den ersten Takten mit dem gesanglich so schönen Hauptthema einsetzt, steht im ganzen Werk bedingungslos im Vordergrund. Der Solopart ist überaus virtuos gehalten, und an die Technik und Intonation des Spielers werden, besonders in den exponiert hohen Lagen, ungeheure Anforderungen gestellt. Der in Kirchheim wohnende Arzt Dr. Christoph Zantke kann dabei erneut beweisen, dass er sein Instrument auf absolut professionellem Niveau beherrscht.

Eingeleitet wird das Konzert in der Kirchheimer Stadthalle von der heiteren Ouvertüre zu "Masques et Bergamasques" von Gabriel Fauré. Zwar ist das Werk erst 1919 entstanden, doch geht es in seiner musikalischen Substanz auf ein Jugendwerk aus dem Jahre 1868 zurück. In einem Wechsel zwischen dem schwungvoll bewegten Eingangsthema und einem elegischen zweiten Thema strahlt das Werk mediterrane Lebensfreude aus.

Nach der Pause erklingt Franz Schuberts 3. Symphonie in D-Dur, die der 18-jährige Schubert im Sommer 1815 innerhalb der unglaublich kurzen Zeit von zwei Wochen zu Papier brachte. Zwar steht das Werk noch stark unter dem Einfluss der klassischen Vorbilder Haydn und Mozart, doch zeigen sich schon in vielen Bereichen die typisch Schubert'sche Melodienseligkeit und gewagte harmonische Wendungen. Karten gibt es an der Abendkasse.

pm