Lokales

Visite im Tannheimer Tal

Das Tannheimer Tal war das Ziel des Unterlenninger Albvereins für einen Kurzbesuch.

LENNINGEN Da der Weg dorthin weit ist, musste man früh starten. So ging es erst einmal mit einer Kabinenbahn von Tannhheim hinauf aufs "Neunerköpfle" mit seinen etwa 1880 Höhenmetern. Ein Teil der Gruppe startete eine rund fünfstündige Wanderung über die Sulz- und Schochenspitze hinunter zum reizenden Vilsalpsee. Die andere Gruppe wählte nach einer Rundwanderung den Abstieg zum östlichen Haldensee. Beide Seen sind die verbliebenen Gletscher-Schmelzwasser der vergangenen Alpen-Eiszeiten.

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Der legendäre Name "Neunerköpfle" scheint ebenfalls eine vorgeschichtliche Bedeutung in Form eines in neun Teile zersprungenen Felsklotzes aus der Vorgeschichte zu erklären. Einziane und sonstige blühende Raritäten fanden die Wanderer am Wegrand. Wer für die Erdgeschichte einen Blick hatte, konnte die zahlreichen Verwerfungen und Schieflagen der Kalksteinschichten an den blanken Felsenspitzen bewundern. Die geheimnisvolle Entstehungsgeschichte der Alpenaufwölbung im Tertiar und jetzt wieder ihre langsame Abtragung durch das Wasser faszinierte.

Schließlich traf man sich müde und durstig an dem Vilsalpsee, der mit seinem romantischen "Alpen-Express-Bähnele" halbstündig das ganze Naturschutzgebiet Vilsalpsee mit Tannheim verbindet. Diese letzten Kilometer stieg man gerne ein, um am großen Parkplatz dann in Tannheim auf alle Teilnehmer zu warten.

So fuhren die Wanderer schließlich die lange Strecke wieder zurück und auf der heimatlichen Schlatterhöhe klang der Tag schließlich bei verdientem Nachtessen aus.

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