Lokales

Vom Bauschutt zum Baustoff

Unter dem Motto "Vom Abbruch zum Produkt" stand in dieser Woche die Fachexkursion der Fachgruppe "Recycling-Baustoffe und Boden" des Industrieverbandes Steine und Erden (ISTE).

KIRCHHEIM Über 60 Teilnehmer aus Verwaltung, Kommunen, Wirtschaft und Prüfinstituten besuchten unter anderem den Recyclingpark Ebersbach der Kirchheimer Firma Feess. Das zentrale Thema der Tagung war der Umgang mit mineralischen Abfällen aus Bauschutt, die bundesweit rund 223 Millionen Tonnen umfassen, in Baden-Württemberg allein sind es jährlich rund 26,5 Millionen Tonnen. Diese Massen gilt es zu entsorgen: entweder zur Verwertung als Recycling-Baustoffe und Auffüllmaterial oder aber zur Beseitigung auf Deponien.

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Nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz ist der Entsorgungsweg eindeutig: Mineralische Abfälle sind prioritär zu verwerten. Allerdings werden die Anforderungen für die gesetzlich und politisch geforderte Verwertung sehr hoch und immer höher geschraubt, andererseits will die Bundesrepublik bis 2020 alle Deponien schließen.

Dieser Spagat ist nach Ansicht des Fachverbands nur dadurch zu bewältigen, dass qualitätsgeprüfte und umweltverträgliche Baustoffe zur Verwertung freigegeben werden.

Bei der Kirchheimer Firma Feess ist der Recyclinggedanke wichtiger Bestandteil der Firmenphilosophie. Im firmeneigenen Recyclingbetrieb in Ebersbach konnten sich in dieser Woche die Besucher ein Bild machen, wie aus sortenreinem Bauschutt und mineralischen Betonabfällen rund zehn verschiedene Sorten von Sand über Splitt bis zu kornabgestuften Recycling-Baustoffen hergestellt werden. Durch sorgfältige Aufbereitung recyclebarer Materialien werden gute und konstante Materialqualitäten erreicht. Ein externer Gutachter sichert laufend die Einhaltung der Qualitäten und gesetzlichen Vorgaben.

pm