Lokales

Vom Sattel auf den Bürostuhl

KIRCHHEIM Gestern konnte er schon wieder lachen. "Ich hätte mir ein anderes Saisonende gewünscht aber was soll's." Mit demonstrativer Gelassenheit spielt Manuel Fumic seine Rolle als notorischer Pechvogel in diesem Jahr zu Ende. Nach seinem kapitalen Sturz bei der Marathon-DM am Wochenende in Münsingen, der dem 23-Jährigen statt eines möglichen Fumic-Doppelerfolgs den Bruch des linken Schlüsselbeins einbrachte, ist die Saison für ihn gelaufen. Zwei Wochen Ruhe lautet die Order der Ärzte nach der Operation am Montag in der Cannstatter Sportklinik. Danach ist leichtes Training auf der Rolle möglich. "Fahrten im Gelände sind vorerst tabu", meint der U23-Europameister, der sich stattdessen nun in Büroarbeit vertieft. Pech für ihn: Das Malheur hat auch die wohl verdienten Urlaubspläne durchkreuzt. Beim letzten Rennen der Saison, dem Marathon-Worldcup am Sonntag in Sankt Wendel, muss Lado Fumic auf die Unterstützung des jüngeren Bruders also verzichten. Der will dennoch in den Hunsrück reisen und dort das Fumic-Banner abseits der Strecke hissen als PR-Beauftragter in eigener Sache.

bk

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