Lokales

Von der neuen Messe bis zum "Brustzentrum"

Per Bus durch den Landkreis Esslingen ging es auf Einladung von Landrat Heinz Ei-ninger bei der Informationsfahrt des Bezirkslandfrauenverbands Nürtingen. Mit dabei auf der Rundfahrt waren 55 Führungskräfte aus 18 Ortsvereinen samt ihrer Vorsitzenden Doris Bopp aus Dettingen.

KREIS ESSLINGEN Reiseleiter dieser Fahrt, bei der die Damen viele Informationen mit nach Hause nehmen konnten, war Hans-Joachim Bosse vom Esslinger Landratsamt. Einziger Besichtigungsort, der nicht unbedingt als frauenspezifisch gilt, doch viel Neugier weckte, war die Besichtigung der Großbaustelle für die Neue Messe auf den Fildern. Hier gab es von Seiten der Lanfrauen viele Fragen und eine intensive Diskussion über das Für und Wider dieses Projekts, das sich auch optisch nachhaltig auf die Filderlandschaft und ihre Bewohner auswirkt. Wegen seiner wirtschaftlichen Bedeutung hat dieses Bauvorhaben aber eine landesweite Dimension.

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In der Bodelschwinghschule in Nürtingen, einer Förderschule des Landkreises für Menschen mit geistiger Behinderung, verstand es die Schulleiterin Barbara Andreas auf hervorragende Weise, ihre Schule zu präsentieren und die allgemein in der Öffentlichkeit bestehenden Vorurteile gegen Förderschulen abzubauen. Viel Anerkennung für diese Arbeit war bei Gesprächen von den Landfrauen zu hören.

Aus erster Hand erfuhr die Besuchergruppe anschließend von Chefarzt Dr. Andreas Schlingensiepen Details darüber, wie das Netz der psychiatrischen Vollversorgung im stationären und außerstationären Angebot im Landkreis Esslingen gestrickt ist.

Michael Köber vom Sozialpsychiatrischen Dienst in Nürtingen und Hartmut von Kutzschenbach vom Sozialpsychiatrischen Dienst für alte Menschen erläuterten ihre aufsuchende Arbeit bei den Kranken, hinter der als Zielsetzung steht, stationäre Klinikaufenthalte zu vermeiden. Da es in erster Linie Frauen sind, die als pflegende Angehörige einspringen, stießen die Referate in der Nürtinger Psychiatrie bei den Teilnehmerinnen auf großes Interesse.

Den zweiten Chefarzt, den die Gruppe an diesem Tag kennen lernte, war Prof. Dr. Andreas Funk von der Geburtshilflich-Gynäkologischen Abteilung des Klinikums Kirchheim-Nürtingen. Schwerpunkt seines Referats mit sich anschließender Fragerunde war das Thema "Brustkrebs", die Früherkennung der Krankheit und die verschiedenen, derzeit angewandten Behandlungsmethoden. Jahr für Jahr sterben 20 000 Frauen jeglichen Alters an Brustkrebs. Dazu erläuterte Sibylle Trettel, wie eine Selbstuntersuchung der Brust auf Knoten erfolgen sollte und wie wichtig die vorhandenen Chancen für eine Früherkennung sind. Dabei erfuhren die Landfrauen, welche Voraussetzungen eine Klinik erfüllen muss, um das Zertifikat "Brustzentrum" zu erhalten und zu behalten, wie es gemeinsam für die Kreiskliniken in Nürtingen und Ostfildern-Ruit verliehen wurde.

Schlusspunkt der Informationsfahrt war ein Abstecher auf den herbstlichen Schurwald nach Lichtenwald. Im Bürgerzentrum konfrontierte Bürgermeisterin Lucia-Maria Herrmann die Landfrauen mit aktuellen Aufgaben und Herausforderungen. Bei der Vorstellung Lichtenwalds wies sie besonders auf Probleme hin, mit der sich Frauen auch noch im 21. Jahrhundert auseinandersetzen müssen, die in eine angestrebte Führungsposition wie die der Bürgermeisterin gewählt werden und dabei ihre Frau zu stehen haben.

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