Lokales

Von der Tiefgarage bis zum Bahnhofsvorplatz

Der Arbeitskreis Kommunalpolitik der CDU Kirchheim führte mit Bürgermeister Günter Riemer und dem Landtagsabgeordneten Karl Zimmermann einen Rundgang durch, bei dem die Stadtentwicklung in Augenschein genommen wurde.

KIRCHHEIM Der Vorsitzende des Arbeitskreises Kommunalpolitik der CDU Kirchheim, Thilo Rose, betonte zu Beginn der Veranstaltung, dass die Entwicklung der Stadt Kirchheim den Bürgern transparent gemacht werden müsse, um Interesse und Verständnis für Veränderungen zu wecken. Dem fügte Bürgermeister Günter Riemer hinzu, dass die Rückmeldung der Bürgerschaft für die Stadtverwaltung wichtig sei, da Verwaltung und Gemeinderat als Dienstleister für die Bürger anzusehen seien.

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Zu Beginn des Rundgangs verschafften sich die Teilnehmer zunächst einen Überblick über die Baustelle am Schweinemarkt. Bürgermeister Riemer erläuterte die Konzeption der Tiefgarage mit 360 Parkplätzen auf fünf Parkebenen und den darüber geplanten Wohn- und Geschäftshäusern.

Die ursprünglich geplante provisorische Öffnung der Tiefgarage an den Adventssamstagen sei nicht möglich, da der Baufortschritt dies nicht zulasse. Er äußerte sich jedoch zuversichtlich, dass die rund 200 zusätzlich von der Stadt ausgewiesenen Parkplätze in Innenstadtnähe den Besucherstrom während des Weihnachtsgeschäft auffangen könnten.

Die Teilnehmer bedauerten, dass sich der Gemeinderat nicht zur Umsetzung des Einbahnverkehrs am Alleenring entschließen konnte, weshalb für die Ein- und Ausfahrt der neuen Tiefgarage eine zusätzliche Ampelregelung notwendig ist. Anschließend erläuterte Bürgermeister Riemer das in der Öffentlichkeit zum Teil kontrovers diskutierte Beleuchtungskonzept für die Innenstadt. Nachdem die bisherige Beleuchtung nunmehr über 30 Jahre alt ist, sei es mit kleineren Reparaturen und dem Reinigen der Lampenschirme nicht mehr getan. Deshalb habe sich der Gemeinderat einstimmig dazu entschlossen, die gesamte Beleuchtung der Innenstadt neu zu konzipieren, womit auch eine erhebliche Aufwertung Kirchheims als Einkaufsstadt verbunden sei.

Am neu gestalteten Bahnhofsvorplatz verdeutlichte Bürgermeister Riemer, dass diese Maßnahme ein neues und attraktives Eingangstor zur Stadt darstelle. Durch die Neuanlage des Platzes und den Wegfall der Unterführung habe der Kirchheimer Bahnhof eine deutliche Aufwertung erfahren. Der Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann unterstrich, dass bis zum Jahre 2009 nun wohl endgültig mit der S-Bahn-Verlängerung nach Kirchheim zu rechnen sei.

Auf das Thema Kreisverkehr angesprochen erläuterte Günter Riemer, dass diese zwar kein Allheilmittel seien, doch gerade am Gaiserplatz und am Bahnhof sehr gut vorstellbar wären und auch weiter verfolgt werden sollen. Zum Abschluss steuerten die Teilnehmer das ehemalige Kolb & Schüle-Gelände an. Bürgermeister Riemer veranschaulichte die großen städtebaulichen Chancen für Kirchheim im Falle einer Neubebauung. Da das Gelände einem privaten Investor gehöre und dieser momentan noch keine abschließende Planung vorgelegt hat, werde die Realisierung dieser städtebaulich wichtigen Maßnahme leider noch auf sich warten lassen.

tr