Lokales

Von Habermusund Flädlessuppe

BEUREN Lange bevor die Zubereitung von Speisen zum Lifestyle aufstieg, war Kochen und Wirtschaften schwere Frauenarbeit. Im Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren werden am Samstag, 4. November, von 13 bis 16 Uhr bei der Vorführung "Habermus und Flädlessuppe" alte Herdstellen eingeheizt. Es wird gekocht wie anno dazumal.

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Das museumspädagogische Team demonstriert in einer historischen Rauchküche auf dem Herdfeuer die Zubereitung von "Schwarzem Brei", einem groben Getreidebrei, den es um 1800 entweder salzig oder süß zu essen gab. Auf einem Holz-Kohle-Herd aus den 1960er-Jahren wird eine schmackhafte Flädlesuppe zubereitet, die als schwäbische Festtagssuppe bei besonderen Anlässen obligatorisch zum Menü gehörte. Auch hier gibt es Kostproben. Weil die Vorratshaltung beim Kochen von zentraler Bedeutung war, können sich Museumsbesucherinnen und Besucher im historisch eingerichteten Vorratskeller des Schreinerhauses aus Ohmenhausen aus dem Kreis Reutlingen umschauen.

Die Vorführungen finden am 4. November zwischen 13 und 16 Uhr in regelmäßigen Abständen statt und sind im Museumseintritt inbegriffen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Saisonende des Freilichtmuseums ist am Sonntag, 5. November. Das Museum ist täglich außer montags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Zu sehen ist bis dahin auch die Ausstellung über des Schwaben liebste Speise "Spätzle schaben, pressen, hobeln" im Wohn-Stall-Haus aus Beuren. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0 70 25/9 11 90-90, Fax 0 70 25/9 11 90-10, www.freilichtmuseum-beuren.de.

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