Lokales

Von Tübingen an den Bodensee

Der Neckar hat's nicht eilig. In aller Ruhe windet er sich durch seine gepflegte Kulturlandschaft. Auch die Radwanderer vom Kirchheimer Trachtenverein hatten viel Zeit im Gepäck und haben die ihnen dargebotene Fülle an Kultur und Natur gemächlich genossen.

KIRCHHEIM Die Universitätsstadt Tübingen war Ziel einer Radtour von 13 Erwachsenen und fünf Kindern. Auf den Spuren von Dichtern und Denkern begann die Stadtbegehung am Hölderlinturm. Am Neptunbrunnen beim Marktplatz und am Rathaus vorbei ging es zum Schloss Hohentübingen, das erstmals 1078 erwähnt wurde. Mit einem herrlichen Ausblick über Neckar- und Ammertal ließ die Gruppe das Alb-Panorama zurück und fuhr dem Neckar entlang ins großstädtische Umfeld von Stuttgart.

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Sofort waren sich die Radler einig die zweite Tour ging von Ulm an den Bodensee.

Die Donau-Bodensee-Radweg-Westroute durch das nördliche Oberschwaben und weiter durch das sanfte Hügelland des Voralpenlandes war die ausgesuchte Route der Radler. Ziel war das Naturschutzgebiet und Vogelreservat Federsee in Bad Buchau, das mit Museum und Begehung beeindruckende Bilder hinterließ.

Einen Ausflug in die Zeit der Jäger, Fischer und Sammler zu unternehmen, war genauso erholsam, wie der Spaziergang auf dem 1,5 km langen Federseesteg ins älteste und größte Naturschutzgebiet Baden-Württembergs.

Bad Schussenried, mit sehenswerter Pfarrkirche und Klostermuseum sowie Deutschlands erstem Bierkrugmuseum, gab Einblicke in Trinkkultur aus fünf Jahrhunderten, bevor es durch wildromantische Auen zur "schönsten Dorfkirche der Welt" nach Steinhausen ging. Wiesen, Felder, Seen und Moore wurden durchradelt bis Altshausen. Bei stürmischem Wind ging der letzte von drei Tagen über den "Höchsten" mit herrlichem Blick über die Bodenseelandschaft hinab ans Ufer des weiten "schwäbischen Meeres", wo die Gruppe am Nachmittag Friedrichshafen erreichte. Zurück ging es im Radanhänger der Bahn, und ein wenig fühlte man sich wie auf den Spuren der berühmten "schwäbischen Eisenbahne".

ah