Lokales

Voraussetzung: Liebe zur Arbeit mit Kindern

KIRCHHEIM Vor der Staatsprüfung zum Fachlehrer für musisch-technische Fächer liegt eine zweijährige Ausbildungszeit mit mindestens 40 Wochenstunden. Mit dem Musikstück "Singing all together" führte der Chor des Seminars unter seiner Leiterin Junginger in die Feierstunde ein. Dazu begrüßte Oberstudiendirektorin Brigitte Heß die 95 neuen Auszubildenden im ältesten und größten Fachseminar des Landes, mitten im Herzen Kirchheims gelegen, "einer schönen Stadt am Fuße der Alb, in der Sie sich bald wohl fühlen werden."

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Besonders herzlich wurden Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker sowie die Vertreter der Schulämter Nürtingen und Göppingen, Schulamtsdirektor Dr. Pix und Schulrätin Weccard, willkommen geheißen.



In der Folge gab Brigitte Heß einen Überblick über die räumliche Situation am Seminar, organisatorische Besonderheiten und geplante Hilfen, um nicht nur die Eingewöhnungsphase sondern beide Ausbildungsjahre meistern zu können, getreu der asiatischen Weisheit "zu einem guten Ende gehört ein guter Anfang".



Ihr Grußwort stellte Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker unter eine Aussage von Konrad Lorenz: "Der Mensch hat eine jugendliche Weltoffenheit, derentwegen er bis ins hohe Alter ein Lernender bleibt". Weltoffen zeige sich Kirchheim unter anderem als "Markt- und Fliegerstadt", während die Jugendlichkeit ihren Niederschlag in zwölf von der Stadt getragenen Schulen und im Freizeitangebot fände. Die besten Wünsche für ein erfolgreiches Studium verband die Oberbürgermeisterin mit den Empfehlungen, Verständnis für kommende Schülergenerationen zu entwickeln und eine Vorbildfunktion im Hinblick auf Leistungsbereitschaft einzunehmen.



Als Vertreter des Ausbildungspersonalrats wünschte H. Krebs den Neuen viel Glück und gab ihnen den Ratschlag, ihre Grenzen zu erweitern und für Neues offen zu sein.



In ihren Worten zum Beginn hatte Oberstudiendirektorin Heß auf die solide fachliche und fächerübergreifende, didaktische, pädagogische und psychologische Ausbildung hingewiesen, die nicht zuletzt auf die beruflichen Vorerfahrungen der Anwärterinnen und Anwärter baue. Die Liebe zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sei eine grundlegende Voraussetzung für den Lehrberuf, zumal nicht mehr die reine Wissensvermittlung, sondern der Kompetenzerwerb im Mittelpunkt stünde. Gerade die musisch-technischen Fächer, in denen die Anwärter am Seminar ausgebildet werden, würden ein Gegengewicht zu den eher theoretisch orientierten Fächern bilden und ihren Teil zu einer ganzheitli-chen Bildung und umfassenden Erziehung beitragen.



Abschließend konnte Brigitte Heß auf die deutlich gestiegenen Einstellungschancen für angehende Lehrer verweisen, ehe sie die künftigen Fachlehrerinnen und Fachlehrer vereidigte, nachdem diese auf ihre Rechte und Pflichten als Beamte des Landes Baden-Württemberg hingewiesen worden waren.



Wie jedes Jahr wurde die Feier durch musikalische Darbietungen der Musikkurse umrahmt, deren Auftreten begeistert gefeiert und mit tosendem Beifall belohnt wurde. Die Veranstaltung endete mit einer erheiternden Videoproduktion des Profilbereichs Schultheater und Schulmusik. "Mystery Rooms" zeigte unter anderem Seminarräume aus ungewohnter Sicht.