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Vorsätzliche Zerstörung Viele ...

Vorsätzliche Zerstörung

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Viele fleißige, ehrenamtliche Hände waren nötig, um unserem Marktbrunnen in Kirchheim unter Teck ein österliches Gewand zu geben.

Wir hatten selbst große Freude, wie der Brunnen als Osterschmuck unseren Marktplatz verschönerte. Leider konnten ihn einige Rowdies, auch wie im vergangenen Jahr, nicht sehen. So schnitten sie die Drahtseile durch, womit die Ostereier aufgereiht waren. Es ist eine vorsätzliche Straftat, mit Werkzeug bei Nacht auszurücken, um dieses Schmuckstück zu zerstören.

Solche Bürger unserer Stadt sind nicht würdig, in unserer Stadt zu wohnen. Wir würden die Täter gerne zu uns einladen, um ein solches Werk zu erstellen. Viele Leute waren voll des Lobes über den diesjährigen Osterbrunnen.

Für uns ist es auch ein Symbol des Osterfestes: "Er ist wahrhaft vom Tod erstanden."

Wolfgang Znaimer

Mitglied des MSSGV

Ötlingen, In den Stuben

Solidarität mit den Ärzten

Zum Artikel "Dieses Niveau ist eines Arztes unwürdig" im Teckboten vom 6. April

Es wäre an der Zeit, dass sich die Patienten öffentlich mit den Ärzten solidarisieren.

Kein Handwerker würde sich auf eine solche Honorarordnung einlassen, wie sie den Kassenärzten abverlangt wird: Je mehr sie arbeiten, umso weniger ist ihre Arbeit wert, und Qualität wird schon gar nicht belohnt.

Die Bonus-Malus-Regelung bei den Medikamenten geht in die gleiche, völlig falsche Richtung: Die Zwei-Klassen-Medizin wird verschärft und durch die gesamte Reform das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt belastet. Das geht jeden an und nicht nur die Ärzte.

In dieser Situation der Ärzteschaft bei ihrem Protest egoistische Interessen zu unterstellen, wie es MdB Rainer Arnold (SPD) getan hat, empfinde ich als ungeheuerlich und beschämend. Ich finde, Rainer Arnold hat durch diese Reaktion den Wahlboykott-Auftruf eines Teils der Ärzteschaft im Nachhinein und unwillentlich selber gerechtfertigt.

Martin Brost

Dettingen, Ammerweg

Beitragszahler, nichtLobbyisten im Blick haben

Zu den Reaktionen auf den offenen Brief an die Kreisärzteschaft im Teckboten am 6. April.

Anlass meiner Kritik war das Niveau der Zeitungsanzeigen, nicht jedoch der aktuelle Ärzteprotest. Sachorientierte Kritik ist legitim und steht selbstverständlich auch Ärzten zu. Aber darum ging es der Ärzteschaft Nürtingen in ihrer Kampagne offenkundig nicht. Eines der traurigsten Beispiele dafür ist die ungeheuerliche Behauptung, nach Einführung der Gesundheitskarte könne man schon bald aus dem Internet erfahren, wer abgetrieben habe.

Als gesetzlich Versicherter begrüße ich die Gesundheitskarte sehr, weil sie deutlich mehr Transparenz bietet und Doppeluntersuchungen zu vermeiden hilft. Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln können zukünftig vermieden werden. Welche Gesundheitsdaten erfasst werden beziehungsweise wer sie lesen darf, entscheidet ausschließlich der Patient. Zudem erfolgt die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in enger Abstimmung mit Vertretern der Ärztekammer und der kassenärztlichen Vereinigung. Ganz offensichtlich sprechen die Funktionäre der Ärzteschaft Nürtingen längst nicht für alle Mediziner im Land. In zahlreichen persönlichen Gesprächen habe ich viele nachdenkliche Mediziner getroffen, deren Kritik ich stets gerne an die zuständigen Gesundheitspolitiker weitergegeben habe. Dies werde ich auch in Zukunft tun. Sachlicher Rat und praxisnahe Meinung bleiben mir wichtig.

Die Ankündigung des Vorsitzenden der Ärzteschaft Nürtingen, Dr. Schmidt, die Auseinandersetzung in die Sprechzimmer tragen zu wollen, zeigt jedoch, wie gering offensichtlich das Interesse an einem konstruktiven Dialog ist. Die Anzeigenkampagne bestätigt den Eindruck, die Funktionäre wollten alles belassen wie es ist und nur mehr Geld ins System fließen lassen. Ohne Strukturveränderungen werden wir unser Gesundheitssystem jedoch nicht sichern können. Erfolg werden wir haben, wenn wir vor allem die Patienten und Beitragszahler und nicht Lobbyisten im Blick haben.

Rainer Arnold, SPD-MdB

Nürtingen, Gerberstraße

Niederträchtig und feige

Zum Artikel "Qualvoll gestorben" im Teckboten am 21. April

Ich glaube oder bilde mir ein, dass ein Hund schon von weitem meine Sympathie für ihn riecht. Ich spreche fast jeden Hund an und freue mich, wenn er sich mir zuwendet. Ich bin mit Hunden aufgewachsen, mein Vater war Förster, ich liebe Hunde und trotzdem habe ich keinen.

Warum? Weil ein Hund kein Haustier ist, das sich in einer Stadtwohnung wohl fühlt, sondern sich bestenfalls angepasst hat, in Wirklichkeit aber viel freien Auslauf benötigt.

Und jetzt kommt das Problem. Ich wohne am Rand der Stadt, hinter mir ist freies Feld, mit Blick auf den Alb-rand. Ein Auto parkt und entlässt einen großen Hund. Der freut sich seiner Freiheit, rennt hin und her, trifft mit Sicherheit auch auf mehrere Artgenossen und darf schnuppern und suchen, wo und was er will. Weiter draußen kann das Suchen auch erfolgreich sein. Was findet er jetzt da? Alles, was am Boden und im Gebüsch lebt und brütet. Rebhühner und Feldhasen haben keine Chance zu überleben.

Zugegeben, viele Hunde sind angeleint, aber viele eben auch nicht. Höfliche Hinweise nützen wenig, oft werden sie als unbegründet und unzumutbar für den Hund zurückgewiesen.

Könnte es vielleicht sein, dass der Giftleger einen solchen Wilderer jeder Hund wildert, wenn er kann im Visier hatte? Ein Hundekothaufen im freien Feld stört nicht, aber am Waldrand ein frei laufender Hund.

Friedrich Blum

Kirchheim, Lange Morgen

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.