Lokales

Vorsicht kann schlimme Unfälle verhindern

Seit dem gestrigen Donnerstag darf Silvesterfeuerwerk verkauft werden. Und meist geht es gleich los mit der "Knallerei" , bis zur Silvesternacht dauert es einigen Zeitgenossen einfach zu lang. Und alljährlich warnen daher die Behörden vor den großen Unfallgefahren, denen sich die Feuerwerker aussetzen. Immer wieder gibt es zum Jahreswechsel oder schon davor Verletzte zu beklagen.

RUDOLF STÄBLER

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An Silvester wird gefeiert und das neue Jahr mit Raketen und Böllern "eingeschossen". Jedes Jahr passieren bei dieser Knallerei schlimme Unfälle. Besonders die Augen, die Ohren und die Hände sind gefährdet, auch entfachen Feuerwerkskörper schnell Brände. So geben die Feuerwehren im Landkreis Esslingen für einen unfallfreien Start in das neue Jahr Tipps zur eigenen Sicherheit.

Feuerwerkskörper, Raketen und Böller sind Sprengstoff, sie gehören nicht in die Hände von Kindern und dürfen von Personen unter 18 Jahren auch nicht erworben werden. Bei der Aufbewahrung ist darauf zu achten, dass keine unbeabsichtigten Entzündungen erfolgen können. Feuerwerkskörper, so die Floriansjünger, dürfen auf keinen Fall selbst hergestellt werden.

Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist auch die Verwendung in geschlossenen Räumen verboten, die Angaben der Hersteller müssen unbedingt beachtet werden. Nach dem Anzünden ist ein Sicherheitsabstand einzuhalten, Feuerwerkskörper dürfen auf keinen Fall gegen Menschen oder unkontrolliert geworfen werden. Böller und Raketen dürfen nicht auf und in Häuser geworfen werden. Fenster und Türen sollten während der Knallerei unbedingt geschlossen bleiben. Brennbare Gegenstände am Haus, auf Terrassen und Balkonen sollten wegen der hohen Brandgefahr rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Und die Feuerwehr stellt heraus, dass nicht gezündete Feuerwerkskörper niemals nachentzündet werden dürfen. Als beste Startrampe für die Raketen gilt eine Flasche in einer Getränkekiste. Leere Sektflaschen haben dagegen schon oft die Flugrichtung einer Rakete überraschend geändert.

Rücksicht beim Abbrennen von Raketen und Böllern fordert die Polizei ein. So sollte in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Alten- und Kinderheimen sowie Kirchen nie geknallt werden.

Ferner weist die Pressestelle der Esslinger Polizei darauf hin, dass das Abschießen erwerbserlaubnisfreier pyrotechnischer Munition mit Schreckschuss- und Signalwaffen nur auf dem eigenen Grundstück erlaubt ist. Der Schütze muss dabei mindestens 18 Jahre alt sein und hat sich im Umgang dem Waffengesetz gemäß zu verhalten. Das Geschoss darf das Grundstück nicht verlassen, weswegen man es senkrecht nach oben abschießen muss. Aus diesem Grund ist auch das Abschießen von Balkonen aus nicht zulässig. Auf keinen Fall darf auf Menschen oder Tiere gezielt werden.