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Vortrag: "Neues vom Heidengraben"

GRABENSTETTEN Die archäologischen Forschungsarbeiten am Heidengraben stehen im Mittelpunkt eines Vortrags von Dr. Thomas Knopf am Freitag, 19. November, um 20 Uhr im "Lamm" in Grabenstetten. Der Wissenschaftler kommt auf Einladung des Arbeitskreises Kultur und Geschichte Grabenstetten in die Albgemeinde.

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Seit 1994 wird in größerem Stil am Heidengraben geforscht. In bislang fünf Grabungskampagnen, die immer in Zusammenarbeit mit der Außenstelle Tübingen des Landesdenkmalamtes durchgeführt und zwei davon sogar von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wurden, konnten interessante Ergebnisse zusammengetragen werden.

In seinem Dia-Vortrag mit Doppelprojektion wird der Wissenschaftler vor allem auf die Funde und Befunde eingehen. Reste von Abfallgruben der einstigen Bewohner, Hausgrundrisse, Gräben, aber auch Eisen- und Bronzestücke sowie Schmuck lassen den Schluss auf eine zweite Besiedelungsphase in der so genannten Späthallstatt-/ Frühlatènezeit zu, also etwa im 6. und 5. Jahrhundert vor Christus. Es muss eine kleine Siedlung auf einem Sporn im Westen der so genannten Elsachstadt gegeben haben, sagt Dr. Knopf. Die Wissenschaftler haben zudem herausgefunden, dass im 2. Jahrhundert vor Christus eine große, heute noch als Gräben und Wälle erkennbare Befestigungsanlage gebaut worden ist. Diese Elsachstadt stammt aus der spätkeltischen Zeit. Häuserreste, Ställe, Gräben und Gruben beweisen, dass weite Teile dieser Elsachstadt besiedelt waren.

Keramikfunde in Form von Amphoren verraten den Forschern, dass sogar Wein über die Alpen in den Raum Grabenstetten gebracht worden ist. Auch Glas und Münzen haben die Wissenschaftler entdeckt. Am 19. November wird Dr. Knopf seine wichtigsten Ergebnisse unter der Überschrift "Ausgrabungen in einer keltischen Stadt: Neues vom Heidengraben bei Grabenstetten" zusammenfassen und vortragen.

pm