Lokales

Wald- und Flächenbrände "tobten"

STETTEN Die Übungsannahme ging von zahlreichen Wald- und Flächenbränden im Zollern-Alb-Kreis aus, die zur Auslösung eines Katastrophenalarms führten. Zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte wurden daraufhin aus den Landkreisen Esslingen, Göppingen und dem Rems-Murr-Kreis weitere Katastrophenschutzeinheiten angefordert. Die letzten Einheiten trafen gegen 20 Uhr an den für sie vorgegebenen Meldepunkten ein und mussten dann ihr Biwak aufbauen.

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Innerhalb der allgemeinen Übungslage kam es zu weiteren unterschiedlichen Schadensfällen, die zu beheben waren. Schwerpunkte waren die Menschenrettung mit anschließender Versorgung der Verletzten sowie Brandbekämpfung und Sicherstellen des Brandschutzes. Pa-rallel musste bei allen Einsatzstellen eine Ausleuchtung installiert werden.



"Diese Übung, die nachts um zwei Uhr endete, sollte ganz bewusst bei den Teilnehmern einen gewissen Stress erzeugen. Denn Stress gehört auch zu den Begleitumständen jedes echten Einsatzes", berichtete Mathias Dewald, Ortsbeauftragter beim THW Neuhausen/F., in dessen Händen gemeinsam mit Guido Hämmerle von der Feuerwehr Ludwigsburg-Ossweil sowie Michael Luick vom DRK-Kreisverband Esslingen die Gesamtleitung lag.



Bei einer eingespielten Lage kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Regionalzug und einem Linienbus. Durch die hohe Zahl der angenommenen Verletzten war hier insbesondere das DRK gefordert.



"Der Truppenübungsplatz in Stetten ist für derartige Übungen ideal. Bei den innerhalb von Ortschaften durchgeführten Übungen gibt es durch die verständlicherweise eingeschränkte Bewegungsfreiheit Übungskünstlichkeiten, die wir auf dem Truppenübungsplatz in Stetten nicht hatten," berichtete Michael Luick. "Mit dieser Übung sollte die Zusammenarbeit in großen, unterschiedlich zusammengesetzten Einheiten trainiert und überprüft werden. Dass jeder Einzelne sein Handwerk versteht und mit seinem Handwerkszeug umgehen kann, wird vo-rausgesetzt. Bei größeren Übungen beobachten wir immer wieder, dass die Kommunikation und Koordination über den eigenen Bereich hinaus klemmt," erklärte Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich vom Esslinger Landratsamt, das mit Übungsbe-obachtern vertreten war.



Am Samstag übten die beteiligten Organisationen das Zusammenwirken in überschaubaren Einheiten bei kleineren Szenarien auf dem Truppenübungsplatz. Im Einsatz waren die Ortsverbände des THW aus Neuhausen/F., Ostfildern und Göppingen.



Das DRK Esslingen stellte seine Einsatzeinheiten zwei und drei. Aus Neuhausen/F., Leutenbach, Großheppach und Uhingen nahmen die Feuerwehren an der Übung teil. Die Verletztendarsteller wurden vom Schminkteam des DRK Esslingen-Zell organisiert und für ihren Einsatz hergerichtet.

Bei den Kräften des DRK stand die Rettung und Erstversorung von Unfallopfern im Vordergrund der groß angelegten Übung auf dem Truppenübungsplatz auf der Alb.