Lokales

Wand statt Wall

Die Grundidee bleibt erhalten, doch die Ausführung muss geändert werden. Beim Bebauungsplan Wiesenweg war die Freude über den geplanten Lärmschutzwall nicht bei allen Anliegern ungetrübt. Jetzt haben sich die Planer erneut den Kopf zerbrochen: "Wand statt Wall" heißt die Lösung.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM Eine "behutsame Nachverdichtung" war das immer noch gültige Ziel, als Kirchheims Stadträte den Bebauungsplan Wiesenweg im November 2002 einstimmig änderten.

Der Plan verstärkter Innenerschließung krankte zunächst am Verkehrslärm, der von der Bundesstraße B 297 in dem kleinen Areal im Nordosten Kirchheims deutlich zu hören ist. "Lärmschutz war für dieses Vorhaben dringend erforderlich", resümiert Planungsamtschef Dr. Hermann-Lambert Oediger. Gegen die Errichtung eines Lärmschutzwalles in der Schlierbacher Straße sperrte sich jedoch ein einzelner Grundstückseigentümer vehement.

Oediger schlug nun dem Gemeinderatsgremium in jüngster Sitzung vor, entlang der umstrittenen Strecke eine Wand auf städtischem Grund und Boden zu errichten, also quasi den Wall partiell durch eine Wand zu unterbrechen. Bedenken hinsichtlich der Lärmschutzeffizienz oder der Optik bestehen nicht, allerdings kommt eine Lärmschutzwand teurer.

Auch an der Ecke zur Zementstraße wird die Planung des Lärmschutz-walls etwas abgewandelt, um möglichst viel vom dort betroffenen Garten zu erhalten. Die dort betroffenen Eigentümer signalisierten grundsätzliche Bereitschaft zur gemeinsamen Umsetzung des Bebauungsplanes, verwiesen jedoch auf die bereits 1975 festgesetzte Schließung der Zementstraße. Eine Umsetzung war bisher nicht möglich, weil die dortige Firma beidseits der Bundesstraße Betriebsanlagen hatte und ein Überfahrtsrecht genoss.