Lokales

Warnung vor Asbest

In den vergangenen Wochen leiteten Beamte des Arbeitsbereichs Umwelt und Gewerbe der Polizeidirektion Esslingen mehrere Ermittlungsverfahren gegen Personen ein, die gegen das Chemikaliengesetz, die Gefahrstoffverordnung oder das Strafgesetzbuch verstießen.

KREIS ESSLINGEN Sie hatten asbesthaltige Erzeugnisse verschenkt oder zerbrochene Fassaden- oder Dachplatten, die Asbest enthielten, als Feldwegbefestigungen verwendet.

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Nicht selten werden asbesthaltige Produkte über Zeitungsannoncen oder Internetaktionen zum Verschenken oder zum Verkauf angeboten. Beides ist jedoch verboten. Grundsätzlich gilt seit 1991 für alle asbesthaltigen Erzeugnisse wegen der kregserzeugenden Eigenschaften ein Verwendungsverbot. Selbst Abbruch-, Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten dürfen seit dem nur von sachkundigen Personen durchgeführt werden.

Befinden sich asbesthaltige Platten auf Dächern oder an Wänden, stellen sie nach herrschender Rechtsauffassung keinen Abfall dar. Spätestens mit dem Abbau jedoch werden sie zu Abfall und müssen entsprechend entsorgt werden. Eine anderweitige Verwendung, zum Besipiel als Abdeckung für Holzstapel, als Blumenbeeteinfassungen oder eine Lagerung ist nicht zulässig und strafbar.

Die Bürger sollten sich beim Abfallwirtschaftsbetrieb oder dem Gewerbeaufsichtsamt über den zulässigen Umgang mit asbesthaltigen Gegenständen und den entsprechenden Entsorgungsmodalitäten erkundigen.

Die Entsorgungsgebühren für Kleinmengen im Landkreis Esslingen betragen derzeit bis 0,1 Kubikmeter 15 Euro und bis 0,5 Kubikmeter 90 Euro. Erfahrungsgemäß setzen Staatsanwaltschaften und Gerichte die Strafen für den unsachgemäßen Umgang oder die illegale Beseitigung von Asbest oder asbesthaltigen Produkten wesentlich höher an.

lp