Lokales

Wartburg und Wasserkuppe erklommen

Fulda, die Wartburg und Münnerstadt waren drei der Ziele, die die Holzmadener Spätlesen bei ihrer jüngsten Seniorenreise ansteuerten. Auch Völkershausen stand auf dem Programm. Mit diesem Ort pflegen die Kirchengemeinden Holzmaden, Ohmden und Jesingen seit vielen Jahren eine Partnerschaft.

HOLZMADEN Zunächst ging es zügig via Würzburg nach Volkach, einem reizendem Städtchen mit einem prächtigen Renaissance-Rathaus. Ein Volkacher "Ratsherr" in historischer Tracht begrüßte die Gruppe zu einer kleinen Weinprobe. Mit dem Schiff "Undine", vorbei an traditionsreichen Weinorten, der Wallfahrtskirche "Maria im Weingarten", der Vogelsburg, bis hin zum größten Bocksbeutel der Welt, ging es auf dem Main entlang lieblicher Weinberge.

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Am zweiten Tag stand die Stadtbesichtigung Fuldas auf dem Plan. Eine sehr versierte Frau führte die Gruppe und gab wichtige Hinweise beim Gang durch die Stadt, über den Dom, die 800 Jahre alte Michaelskirche und das Schloss.

Tags darauf wurde bei Regen und Sturm die ehemalige DDR-Grenze am "Point Alpha" besichtigt. Während einer Führung durch das Grenzmuseum und beim Gang entlang des früheren Grenzstreifens wurde den Senioren erneut die unselige Spaltung Deutschlands ins Gedächtnis gerufen.

"Jetzt tat uns allen eine kurze Stippvisite in Völkershausen gut", berichtet die Reiseteilnehmerin Ruth Rehm. Seit vielen Jahren besteht zwischen Völkershausen und den Kirchengemeinden Jesingen, Ohmden und Holzmaden eine Patenschaft. Spontan wurde daraufhin mit dem örtlichen Pfarrer die Kirche besichtigt. Ihm war Holzmaden wohl vertraut, hat doch der unvergessene Hans Schempp sehr viel zum Wiederaufbau der Kirche beigetragen. Der Reiseteilnehmer Karl Lempenau entdeckte auf dem Altar den Sockel des Altarkreuzes, den er einst für die Kirche aus einem Schieferblock gehauen hatte. Von Familie Gutöhrlein sie war auch dabei stammt die am Rednerpult eingelassene Platte mit einem Amoniten.

Die Reisegruppe fuhr weiter nach Eisenach zum Höhepunkt des Tages, auf die Wartburg. Der Palas, das Hauptgebäude der Burg, ist neu restauriert und der Sängersaal erstrahlt im neuen Glanz. Die Lutherstube hat alle besonders interessiert. Wie spartanisch lebte dort Luther als Junker Jörg, der dort das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzte.

Am Abreisetag, bei stürmisch kaltem Wetter, ging es zum höchsten Berg der Rhön, der Wasserkuppe, dem Berg der Segelflieger. In Münnerstadt die Stadt ist umschlossen von drei hohen Tortürmen und Resten der Stadtmauer wurde der wertvollste Kunstschatz der Stadt, der Tilmann-Riemenschneider-Altar in der katholischen Stadtkirche besichtigt. Am Abend erreichte die rüstige Reisegruppe wohlbehütet die Urweltgemeinde.

pm