Lokales

Was kostet die Stunde?

Der auf den ersten Blick recht hohe Stundenverrechnungssatz im Handwerk gerät immer wieder in den Brennpunkt der Kritik.

STUTTGART "Sie sind zu teuer", lautet dann vorschnell das Urteil der Kunden, wenn reklamiert wird. Der Grund: Viele Kunden haben keine Ahnung, wie sich der Stundenverrechnungssatz zusammensetzt.

Anzeige

Die Handwerkskammer Region Stuttgart empfiehlt den Betrieben, in die Rechnung ein Infoblatt einzulegen, das auf die Zusammensetzung des Verrechnungssatzes hinweist. Das Blatt ist kostenlos bei der Kammer oder über das Internet zu beziehen.

Viele wissen nicht, dass der Stundenverrechnungssatz, wie er auf der Rechnung steht, nicht gleich dem Stundenverdienst eines Handwerkers ist. Er setzt sich vielmehr aus dem Stundenlohn, den Lohnzusatzkosten und den Gemeinkosten zusammen. Was dann noch übrig bleibt was derzeit nicht immer der Fall ist ist der Gewinn des Unternehmers.

Berechnet ein Handwerker zum Beispiel eine Arbeitsstunde mit 44 Euro, so entfallen davon derzeit etwa 13 Euro auf den Stundenlohn, 11,47 Euro auf Lohnzusatzkosten und 18,33 Euro auf Gemeinkosten. Dem Betrieb verbleibt unter dem Strich nur eine Rendite von 1,20 Euro.

Damit die Zusammensetzung des Stundenlohns für die Kundschaft kein unlösbares Rätsel bleibt, hat die Handwerkskammer Region Stuttgart die wichtigsten Informationen zum Thema Handwerker-Stundenlohn zusammengefasst. Unter dem Titel Was kostet die Handwerkerstunde? verdeutlicht das Infoblatt, wie sich der Stundenverrechnungssatz zusammensetzt und was genau in den Lohnzusatz- und Gemeinkosten enthalten ist. Es erfüllt gleich mehrere Funktionen: Es dient als Argumentationshilfe und schafft Verständnis bei den Kunden. Bestellung und Download: ww.handwerkerstunde.de

pm