Lokales

Wasser als Lebensquell

Am morgigen Samstag, 24. März, wird um 11 Uhr auf dem Marktplatz von Kirchheim der Osterbrunnen 2007 von Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker und dem Vorsitzenden des Zweigvereins Teck des MSSGV, Werner Nitsche, der Bevölkerung von Kirchheim und Umgebung übergeben.

KIRCHHEIM Woher der Brauch der Osterbrunnen stammt, ist bis heute nicht endgültig geklärt. Im Fränkischen wurde der erste Osterbrunnen im Jahr 1322 dokumentiert, wahrscheinlich stammt der Brauch aber aus dem slawischen Raum.

Anzeige

Heute wie damals sollen die Osterbrunnen aber vor allem den Menschen vor Augen führen, wie wichtig das Wasser für das Leben auf der Erde ist. Die Reinhaltung der Brunnen und Quellen und damit die Reinhaltung des Wassers muss daher eines der obersten Gebote sein, ohne sauberes Wasser können Mensch und Tier nicht existieren.

Dem Osterwasser wurde heilende Wirkung zugeschrieben. In Schlesien gab es über dieses religiös-rituelle Brauchtum hinaus eine Tradition der Wasserheilkunde, auf die der Kulturwart des MSSGV im Anschluss an die Eröffnung des Osterbrunnens gegen 11.30 Uhr mit einem kleinen Vortrag in der Heimatstube Freiwaldau-Bieletal aufmerksam machen möchte. Dort werden die interessierten Gäste nicht nur Informationen zum "heilenden Wasser" erhalten, in der Heimatstube befinden sich vor allem auch viele Exponate über das Leben und Wirken eines der berühmtesten "Wasser-Doktoren", Vinzenz Prießnitz aus dem Altvatergebirge.

Die Bevölkerung ist zu beiden Veranstaltungen eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos, die Heimatstube Freiwaldau-Bieletal befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Marktplatzes in der Kornstraße.

pm